Libera kommt nach Schönstatt 2.08.16

Gespräche rund um die Konzerte und sonstigen Auftritte von Libera

Re: Libera kommt nach Schönstatt 2.08.16

Beitragvon Chikorita » Donnerstag 4. August 2016, 20:57

Danke für die Info!

"Wonderful World" hatte mir richtig gut gefallen. :)
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Re: Libera kommt nach Schönstatt 2.08.16

Beitragvon mawi » Donnerstag 4. August 2016, 21:28

Einiges kam kurzfristig und etwas kam sehr überraschend. Doch Manches passiert wenn man am wenigsten mit rechnet.

Dazu gehört schon mal die Ankündigung eines Konzertes von LIBERA in Deutschland. Für manche nicht für möglich gehalten, für andere eher in den Bereich des Unwahrscheinlichen geschoben, doch am Ende wurden alle damit konfrontiert, dass es tatsächlich passierte. Wenn auch recht kurzfristig.

Dass ich eine Karte für die erste Reihe bekommen konnte, das ist verschiedenen Leuten zu verdanken, Nur ganz so einfach kaufen konnte man sie auch nicht. Und ein Meet and Greet in Europa? Niemals! Und plötzlich wurde verkündet, dass nach dem Konzert CDs gekauft und von den kleinen Sängern signiert werden können.

Aber zurück auf Anfang. Eine Kirche mit 1300 Plätzen schien mir für das Deutschland Debut von LIBERA ein wenig überdimensioniert zu sein, zumal Vallendar ja nur ein Ort ist, der dafür sehr nah an der Stadt Koblenz liegt. Aber Schönstatt ist eine große Pilgerstätte, die alleine dadurch viele Menschen erreichen kann, die durch Ihren Glauben bereits näher dran sind an der Musik als andere.

Einen sehr netten Moment gab es vor dem Konzert, als bereits zahlreiche Besucher vor der Kirche standen und in der Kirche die Proben abgehalten wurden. Eine Schwester war ganz erstaunt, dass bereits so lange vor dem Konzert so viele vor der Kirche standen und kam dann fünf Minuten später wieder zurück gelaufen mit dem Ausruf: "Jetzt weiß ich warum Sie alle hier schon stehen, jetzt weiß ich es! Sie wollen die Proben schon hören, das ist ja so wundervoll, ich muss gleich noch ein paar Leute anrufen" Und sie verschwand wieder.

Und so füllte sich die Kirche dann besser als erwartet und deutlich mehr als die Hälfte der Plätze wurden belegt. Unter dem Applaus des Publikums betraten die Musiker die Bühne und auch Robert Prizeman bezog Stellung. Diesmal ohne Regenschirm aber mit einem mir unverbauten Blick in seine Noten. Der Produzent der Show (wie immer man das verstehen muss) begrüßte das Publikum auf eine sehr herzliche Weise und stimmte die Besucher auf die Musik und den Chor ein, der kurz darauf die Bühne betrat. Dafür gab es schon mal reichlich Applaus, so dass man fast den Eindruck gewinnen konnte, sie kamen nach einem Konzert zu einer zusätzlichen Zugabe zurück. In Krakau hatte ich es das erste Mal gesehen und auch hier in Vallendar drehte sich der Chor erst einmal zum Kreuz um und machte eine Kniebeuge.

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Robert Prizeman gab das Zeichen für den Einsatz, der Beifall verklang, dafür erklang die Musik und als nach zwei sanft gesungenen Jubilate mit dem Wörtchen Adoramus die erste Steigerung gesungen wurde löste es bei mir das erste Mal Gänsehaut aus. Der Opener war Joyful Joyful, ein Lied, dass jeden wunderbar in ein LIBERA-Konzert hineinbringt, da es recht ausgewogen ist, eine schöne Melodie hat und durchgängig vom Chor gesungen wird. Mit den besonderen Eigenheiten des LIBERA-Gesangs wird der erstmalige Besucher hier noch nicht wirklich konfrontiert.

Es folgte das Sanctus, das ich hier viel harmonischer fand als z.B. zuletzt in Krakau. Trotzdem konnte man feststellen, selbst auf CD ist es teilweise nicht anders, dass in bestimmten Situationen die Sänger an die Grenzen der singbaren Töne stoßen. Andere wissen es vielleicht besser, aber ich bilde mir ein, dass das Singen mit einer hohen Stimme mehr Luft verbraucht. Zum Schluss des Liedes trat Merlin aus dem Halbkreis heraus und sang ein schön ausformuliertes und lang ausklingendes "Sanctus". Ich kann es nicht oft genung wiederholen, aber gerade der Ausklang eines Liedes unterstreicht noch einmal abschließend die Gesamtwirkung.

Peter Kielty und Matthew Jansen bauten sich vor dem Publikum auf um die erste Rede zu halten. Und nun war ich gespannt, wobei bei der einleitenden Ansprache dem internationalen Publikum bereits gesagt wurde, dass einige Ansprachen nur in deutsch gehalten werden. Und so begann Peter das Publikum zu begrüßen. Anscheinend war er dermaßen nervös, dass im gerade noch sein Name einfiel. Es gab aber aufmunternden Applaus und Matthew übernahm die Rede. Es war deutlich zu hören, dass die Rede einstudiert war und nicht auf seinem Sprachwissen basierte. Matthews Akzent war allerdings nicht englisch, eher niederländisch.

Matthew kündigte mit The Prayer ein Gebet an, bei dem die Sänger passenderweise knieten. Die vier Sänger der "Solostimme" knieten dabei in einem Halbkreis und in dem Moment erfasst mich ein bißchen Wehmut. Ja, bis vor kurzem kniete da immer nur einer. War trotzdem schön.

Zu Salva Me orientierte sich Gabriel (oder auch Gabe) nach links und plazierte sich zwischen einigen Kerzenleuchtern. Seine Aufgabe bestand darin die "Salvas" zu singen. Und das tat er außergewöhnlich gut. In Kombination mit der Tontechnik entstand ein wunderbar weicher und runder Ruf. Die Einsätze wurden von Robert im Regelfall angezeigt, aber Gabe stand so sicher da, der wusste wann er dran war. Eine Schwierigkeit dabei war ja noch, nicht immer den selben Ruf in einem immer gleichen Zeitabstand auszusenden, sondern auch die Abwandlungen zwischendurch korrekt zu singen. Denn die Salvas sind nicht alle gleich.

LIBERA hat im Ausland fast immer auch einen in Sprache des besuchten Landes gesungenen Song dabei. Üblicherweise wird dieser dann als Zugabe gesungen. Bei diesem Konzert war es nun anders. Abends, wenn ich schlafen geh' ertönte, wobei man den deutschen Text nur in den Anfangszeilen tatsächlich wahrnehmen konnte. Das lag sicherlich daran, dass nach kurzer Zeit ein Canon einsetzte und verschiedene Stimmen zeitgleich unterschiedlichen Text sangen. Dem LIBERA-Kenner dürfte das Lied verdächtig bekannt vorgekommen sein, denn es handelte sich hier um das bereits von LIBERA gesungene Lied Prayer (nicht The Prayer, das ist ein anderes Lied). Die zweite Strophe wurde dann auch wieder in englisch gesungen und dass war, so muss ich zugeben, für meine Ohren auch deutlich angenehmer. Es wirkte, als müssten sich die Jungs bei dem ohnehin schon komplizierten Gesang dieses Liedes noch zusätzlich anstrengen, um die Wörter in deutsch rauszubringen.

Zu Stay with me trat wieder Merlin vor das Publikum und sang den Solopart, Taichi sang aus der Menge heraus die Vokalisen. Und diese haben es in sich. Schließlich wirken die nur, wenn alle Töne in der richtigen Reihenfolge gesungen werden und da habe ich schon vor einige Jahren manchmal nur die Hälfte der Töne ausmachen können. Hat Taichi aber super gemacht. Merlin natürlich auch, das ganze Lied war ein Genuß.

Amazing Grace folgte mit Camden als Solisten. Ok, hier vermisse ich Ciaran, aber Camden hat auch eine gute Stimme. Wie Filiarheni bereits geschrieben hat, LIBERA ist in der Lage auch bereits von anderen Interpreten ausgelutschte Lieder neu aufleben zu lassen und ihnen eine besondere Wirkung zu geben. So auch hier.

Kam Sempiterna jetzt ins Spiel? Ich weiß die Reihenfolge nicht mehr. Denn dieses Lied stand nicht im Programmheft. In Krakau wurde es mit dem Titel Creator angekündigt, aber das ist eigentlich nur das erste Wort des Liedes.

Bei Angel versagte leider die Tontechnik, gab aber für einen Moment den akustischen Blick auf den Chor frei. Der anschwellende schrille Ton war unangenehm und als er mir bedrohlich für meine Ohren zu werden schien drückte ich auf mein linkes Ohr und der Ton war weg. Dafür war der Chor jetzt leiser, aber das lag wohl, wie bereits geschrieben wurde, an der kurzzeitig heruntergefahrenen Soundanlage. Auch Angel hatte ich zuletzt noch anders gehört, diesmal war Camden der Solist.
Und wieder habe ich jemanden vermisst.

Wenn links neben dem Chor eine Handtrommel auftaucht und rechts eine Flötistin, dann ist es Zeit für..., für..., für ?
Natürlich Exultate und damit den finalen Song der ersten Hälfte. Merlin sang die Eröffnung und das Zwischensolo, bevor er sich am Ende in den Chor einreihte, der das Lied extatisch enden ließ. Ein kleines Problem gibt es allerdings Exultate immer wieder. In dem Lied ist eine Pause, die zwar nicht lang ist, aber ausreichend lang um zu denken, das Ende des Liedes wäre erreicht. Und so begannen viele im Publikum bereits zu klatschen um kurze Zeit später zu bemerken, dass das Lied ja noch weiter geht. Für Merlin kein Problem, er fand souverän seine Einsatz und sang einfach weiter.

Pause: Es wurden CDs verkauft und draußen auch Getränke angeboten, die Pausenzeit von 15 Minuten schien mir ein wenig knapp bemessen zu sein um sich beidem zu widmen. Die CDs wurden den verkaufenden Schwestern förmlich aus den Händen gerissen. Die Preise waren niedrig und einige brauchten natürlich auch etwas, worauf die Kinder nachher unterschreiben konnten.

Die zweite Hälfte begann mit Voca Me. Ein Stimmengewirr erfüllte die Rundkirche, wurde abgelöst von dem textlichen Gesang und ging wieder in das Gewirr über, dass sich zum Ende des Liedes zu einem extatischen Ruf steigerte, in dem sich alle Stimmen vereinigten. Alessandro stand inzwischen in der Mitte und sang mit seiner leicht mystisch angehauchten Stimme das abschließende und schön ausklingende Voca Me.

Neu im Programm und schon ein Highlight: San Damiano ist in der Geschichte des Chores bei weitem keine neues Lied, im Gegenteil. Durch San Damiano wurde der St. Philips Choir 1984 als Begleitung von Sal Solo erst bekannt. Auf ihrer ersten CD Sing For Ever aus dem Jahr 1987 hatten sie ihre eigene Version veröffentlich und nun singen sie dieses Lied auch als LIBERA. Wie Cassius in der darauffolgenden Rede erwähnte ist San Damiano ähnlich wie der Auftrittsort Schönstatt eine Pilgerstätte und deswegen ausgewählt worden. Sicherlich passte es dadurch genau so gut zum Weltjugendtag. Gegenüber der urspünglichen Version wurde San Damiano deutlich aufgewertet und mit einem neuen Beginn versehen, der sich später im Lied noch einmal wiederholt.

Auf das folgende Lied wies Cassius bei seiner ebenfalls auf deutsch gehaltenen Rede hin, eine schottische Hymne: Morning has broken, auch ein Lied aus den ganz alten Zeiten.

Alessandros Stimme kam bei Wayfaring Stranger wieder voll zur Geltung, die Choreografie tat ihr übriges. Hier war es wieder besonder schön, als das Lied so langsam vom ruhig mystischen Teil in den intensiven Teil überwechselt. Das ist ja ohnehin immer wieder ein Phänomen, wie total ruhig beginnenden Lieder sich im Laufe der Zeit dermaßen steigern, dass man am Ende glatt vergessen hat, wie es angefangen hat. Wayfaring Stranger wird dafür zum Ende aber wieder so sanft, wie es begann.

Ein Lied überspringe ich kurz, nur um zu sagen, dass Alessandro auch bei How Great Thou Art einen überragenden Solopart hatte.

Dazwischen wurde Sacris Solemnis gesungen, ein Lied, das ich persönlich auch sehr schön finde. Anders als von CD gewohnt gab es hier keine Solostimme. Was bei anderen Liedern schon mal irritierend klingt ist hier überhaupt kein Problem.

Auch wenn ich Wonderful World natürlich wieder mit einem bestimmten Solisten verbinde, Gregor war bei dem Konzert ein toller Ersatz. Wobei, ist Ersatz überhaupt das richtige Wort? Denn Ersatz im Sinne von Aushilfe ist er definitiv nicht. Gegor ist der neue Solist für dieses Lied. Zwar fehlt seiner Stimme eine besondere Note, aber Gregor singt sehr sauber mit angenehmer Stimme. Ich freue mich mehr von ihm zu hören.

Cassius bedankte sich nun beim Publikum, kündigte das letzte Lied an und sagte winkend "Auf Wiedersehen", ebens wie Tadhg, der neben ihm Stand. Nun griff der Produzent noch einmal zum Mikro um sich bei vielen Helfern und Unterstützern zu bedanken, natürlich auch bei Robert Prizeman und dem Chor und auf den CD-Verkauf, die anschließende Signatur hinzuweisen. Natürlich wurde auch um Spenden gebeten.

Dass nicht gleich das angekündigte finale Lied Libera erklang lag daran, dass ein im Programm nicht genanntes Lied vorangestellt wurde und dieses dann in LIBERA überging. Aufgrund der Länge kann man Veni Creator aber als eigenständiges Lied betrachten, dass ein wenig im Stil eines gregorianischen Chorals und A Capella gesungen wurde. Da ich Einblick in Roberts Noten hatte konnte ich auch den Titel ablesen. Der Rest ist für mich leider ein Buch mit sieben Siegeln.

Mit Libera (dem Lied) endete das Konzert, die zwischenzeitliche Solostimme gesungen von Alessandro.

Der einsetzende Applaus war überwältigend, es gab Standing Ovations und irgendwann das Zeichen für die Zugabe, die aus einer Wiederholung bestand. Exultate wurde noch einmal gesungen, wobei LIBERA auf den Anfang verzichtete. Es gab weitere Standing Ovations und lang anhaltenden Applaus, der tatschlich erst mit dem Verschwinden des letzten Sängers endete.

Einen Tag nach ihrer Anreise am Montag ist LIBERA am Dienstag ein zweites Mal in Deutschland angekommen.




...wird fortgesetzt


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Re: Libera kommt nach Schönstatt 2.08.16

Beitragvon Filiarheni » Freitag 5. August 2016, 09:10

mawi hat geschrieben:Der anschwellende schrille Ton war unangenehm und als er mir bedrohlich für meine Ohren zu werden schien drückte ich auf mein linkes Ohr und der Ton war weg.

Das nächste Mal drückst du etwas früher auf dein Ohr, ja?

mawi hat geschrieben:Dafür war der Chor jetzt leiser

Du musst die Hand dann aber auch wieder da wegnehmen. :P

Danke schon mal für Teil 1. Wie ich vorausgesehen hatte, habe ich vieles nicht mitbekommen und sicher manches nicht genügend gewürdigt. Beim ersten Konzert stürmt so viel auf einen ein, man kann gar nicht alles erfassen, was zu erfassen wäre. Das bekomme ich bestimmt erst frühestens ab dem 3., 4. Konzert besser hin. Hoffe ich.

Jedenfalls ist es sehr hilfreich, wenn noch mal die Solisten zugeordnet werden, weil ich das selbst schon früh nicht mehr vernünftig sortieren konnte.

Wie heißt noch mal der "Engel"?

Alessandro gefiel mir sehr, seine Stimme und seine ganze Art. Merlin hat ein tolles, sehr sympathisches Lächeln. Insgesamt waren sie aber auffallend ernst. Robert Prizeman hat ihnen im ganzen Konzert immer wieder bedeutet, dass sie lächeln sollen, nur nicht so unbedingt von Erfolg gekrönt. Damit kämpft sicher jeder Chor- oder Orchesterleiter, ist bei uns nicht anders. Na ja, sie waren müde (das eine oder andere offene Scheunentor .. fand ich sehr süß, dass da einfach mal hemmungslos gegähnt wird). Gestehen wir ihnen das zu, sie hatten anstrengende Tage hinter sich.
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Re: Libera kommt nach Schönstatt 2.08.16

Beitragvon mawi » Freitag 5. August 2016, 16:05

Kennt ihr das? Man erlebt etwas, schreibt danach etwas und wird und wird damit nicht fertig.
Und dann stellt man zum Entsetzen fest, dass der verfasste Text gar nicht so ist wie man ihn haben wollte.

Als Schriftsteller hätte ich gestern das Blatt Papier aus der Schreibmaschine gezogen, zerknüllt und zu den anderen zerknüllten Blättern auf den Boden geworfen.
Ja, ich lese gerne Stephen King. Das nur am Rande.

Nun habe ich meinen Bericht aber trotzdem gepostet, da er zumindest erst einmal die Fakten zusammenträgt. So wird es bald noch einen zweiten Teil geben, doch da ich aktuell noch auf Reisen bin und ich mich nicht vor dem späten Sonntag Abend zurückerwarte, muss ich euch mindestens bis Montag vertrösten. Bitte also noch um ein wenig Geduld.



Filiarheni hat geschrieben:
mawi hat geschrieben:Dafür war der Chor jetzt leiser

Du musst die Hand dann aber auch wieder da wegnehmen. :P


Danke für den Tipp, hätte ich ja auch mal von selbst drauf kommen können. ;)


Filiarheni hat geschrieben:Wie heißt noch mal der "Engel"?

Oliver Mycka.


Filiarheni hat geschrieben:Alessandro gefiel mir sehr, seine Stimme und seine ganze Art. Merlin hat ein tolles, sehr sympathisches Lächeln. Insgesamt waren sie aber auffallend ernst. Robert Prizeman hat ihnen im ganzen Konzert immer wieder bedeutet, dass sie lächeln sollen, nur nicht so unbedingt von Erfolg gekrönt. Damit kämpft sicher jeder Chor- oder Orchesterleiter, ist bei uns nicht anders. Na ja, sie waren müde (das eine oder andere offene Scheunentor .. fand ich sehr süß, dass da einfach mal hemmungslos gegähnt wird). Gestehen wir ihnen das zu, sie hatten anstrengende Tage hinter sich.


Alessandro wirkt irgendwie so beruhigend sicher in seiner Art. Ja, Robert hat häufiger das Zeichen zum Lächeln gegeben. Nicht ohne Grund: Das Lächeln überträgt sich auf den Gesang und hat dadurch Auswirkung auf den Klang. So ähnlich hat das Mal der Kantor des Braunschweiger Domchores erklärt. So gesehen sollen die Kinder nicht in erster Linie freundlich aussehen, sondern gut klingen. Die Müdigkeit habe ich bei den Kindern gar nicht so wahrgenommen. Den ein oder anderen Gähner gibt es bei jedem Konzert, aber es kann durchaus sein, dass sie an diesem Abend bedingt durch die Reisestrapazen und die späten Auftritte in Krakau besonders geschafft waren. Gabriel sah an der Tür auch sehr müde aus und als ich zu Gregor kam fragte er als erstes nach der Uhrzeit. Hatte wohl einen Grund.
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Re: Libera kommt nach Schönstatt 2.08.16

Beitragvon Filiarheni » Freitag 5. August 2016, 18:36

mawi hat geschrieben:Danke für den Tipp, hätte ich ja auch mal von selbst drauf kommen können.

Nö, du dachtest ja, du hörst die Jungs grade unplugged ... ach, hätte ich dich nur der Illusion nicht beraubt, wie gedankenlos von mir. :roll: :mrgreen:


Ihr lest das vermutlich sowieso, aber es soll noch hier rein; Libera twitterte (https://twitter.com/officiallibera/):
"Thank you for the incredible support for our concert last night in Vallendar Schönstatt..."

Übrigens: Wir hatten ja über verringerte Wiedererkennungschancen bei veränderter Frisur gesprochen. Da ich immer finde, dass man jemanden auch über die Jahre hinweg gut an den Augen wiedererkennt, tue ich mich schwerer, wenn eine markante Brille wegfällt. Ich habe sie natürlich jetzt erstmalig in natura gesehen, aber Cassius, muss ich leider gestehen, habe ich nicht erkannt. :oops:
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Re: Libera kommt nach Schönstatt 2.08.16

Beitragvon Filiarheni » Montag 22. August 2016, 13:23

mawi hat geschrieben:Ja, Robert hat häufiger das Zeichen zum Lächeln gegeben. Nicht ohne Grund: Das Lächeln überträgt sich auf den Gesang und hat dadurch Auswirkung auf den Klang. So ähnlich hat das Mal der Kantor des Braunschweiger Domchores erklärt. So gesehen sollen die Kinder nicht in erster Linie freundlich aussehen, sondern gut klingen.

Ja. Lächeln, sofern es von innen kommt (locker, unangestrengt), hilft beim Entspannen, das wird jeder von sich kennen, und ein entspannter Körper ist das A und O beim Singen. Gleichzeitig - zwei Fliegen mit einer Klappe - sieht das Publikum einen Freundlichkeit ausstrahlenden Chor vor sich. Lächeln hat nur Vorteile! :D

mawi hat geschrieben:Als Schriftsteller hätte ich gestern das Blatt Papier aus der Schreibmaschine gezogen, zerknüllt und zu den anderen zerknüllten Blättern auf den Boden geworfen. Ja, ich lese gerne Stephen King. Das nur am Rande.

Ich kenne nur ein Buch von Stephen King, aber irgendwie ist mir, als wäre da nicht nur Papier zerknüllt worden. Natürlich sind nach den vielen zerknüllten Dateien unsere Erwartungen jetzt entsprechend enorm, und wir erwarten ein literarisches Meisterwerk von dir! ;)

Zusammenfassend und rückblickend muss ich noch mal sagen: Meine Highlights waren Salva Me, Exsultate, Wayfaring Stranger, Libera.

mawi hat geschrieben:Ein Lied überspringe ich kurz, nur um zu sagen, dass Alessandro auch bei How Great Thou Art einen überragenden Solopart hatte.

How Great Thou Art war mir noch unbekannt (das war schön, genauso wollte ich es: dass im Programm Stücke stecken, die ich noch nicht kenne) und hat mir sehr gut gefallen. Gibt es einen Grund, warum du das Lied im Bericht übersprungen hast?

Und da ich wegen Voca Me so rumgejammert habe, auch noch mein Feedback hierzu: Voca Me war in der Tat eins der schwächsten Stücke des Abends, von der Intonation her, und die gleichmäßige Steigerung der Dynamik, wenn es auf den Höhepunkt zugeht, die die Spannung ja so herrlich fast bis ins Unerträgliche aufbaut, kam nicht, wie sie soll, stattdessen war in dem Lied eine deutliche Stufe zum Fortissimo zu hören. Trotzdem bin ich extrem froh, dass es im Programm war, ich hatte es tatsächlich live, hätte es nicht missen wollen. Der erste Durst ist gestillt, aber ich werde immer überglücklich sein, es auf Konzerten zu erleben!
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Re: Libera kommt nach Schönstatt 2.08.16

Beitragvon Filiarheni » Samstag 3. September 2016, 17:14

Zu Liberas Blog über Schönstatt (der mein englisches Vokabular erweitert hat). Dieser ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch sehr informativ und erlaubt den Blick auf ein paar Details aus ihrem Libera-Leben. Man sollte die Berichte also nicht nur eben mal überfliegen; es lohnt sich, sie aufmerksam zu lesen.


“Milk chocolate bars were very popular but didn’t last long - I think they must evaporate once they are opened.”

Diesem Verdacht muss ich mich aus eigener Erfahrung leider komplett anschließen. Übrigens habe ich mehrfach ausländische Gäste hier erlebt, die vollbepackt mit deutscher oder meinetwegen Schweizer Schokolade wieder heimgefahren sind. Vielleicht wäre das ja ein Lockmittel an Libera. :idea:


„We were in Schoenstatt to perform a Libera concert.”
AHA! :lol: Der Satz hat was.


„Singing a solo for Libera is so exciting and I love every minute. I hadn’t really been nervous during the performances in Poland as the audiences were so huge they somehow seemed removed - also you can’t see a lot of the audience when there are bright lights. This concert seemed more personal. The audience was big, around a thousand, but as we only had a few lights you could see everybody - which was a little daunting. However, once you start to sing, all fears and butterflies leave you and the enjoyment and thrill kicks in and I absolutely love it and forget everything else.”

Es begeistert mich!!! Ich bewundere jeden, wirklich jeden, der mit seinem Lampenfieber so umgehen kann, dass er doch noch so weit die Nerven behält, um eine mindestens gute, oft genug sehr gute / hervorragende Leistung abliefern zu können! Beim nächsten Libera-Konzert, das ich erleben darf, werde ich daran denken, was hier geschrieben wurde.

Ich finde es schön und sehr interessant, durch die Berichte einiges aus dem vor einem Monat (schon! :cry: ) angesprochenen Nähkästchen zu hören. Auch dass sie in den verbleibenden Tagen nach dem Konzert noch eine Menge Spaß und ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm hatten (die Seilbahn nach Ehrenbreitstein war bestimmt eine besondere Attraktion), freut mich ehrlich sehr. Trotzdem vermisse ich in diesem Blog etwas, und zwar das Pendant zum Bericht aus Polen. Da haben sie geschrieben, wie gut es ihnen in Krakau gefiel, dass sie wiederkommen wollen, dass sie traurig über die Abreise waren. Ich wünsche mir so, dass sie sich mit dem Publikum in Schönstatt wohlgefühlt haben! Dass sie gerne an diesen Auftritt, ihr Debüt in einem weiteren Land, zurückdenken werden. Dass sie sich weitere Auftritte in Deutschland gut vorstellen können / selbst wünschen. Oder glauben sie, dass sie uns sowieso alle in England wiedersehen, und deswegen …? ;)


„We organise tournaments amongst ourselves. In one of them I played MJ who had a perfect line, straight into the pocket and still managed to jump his ball and pot the white. I of course would not make such a basic error.”

Hier steckt irgendein Witz drin, den ich aber nicht ausmachen kann, weil ich keine Ahnung habe. Vielleicht kann jemand helfen.

Das Foto mit dem Geysir in Andernach: :lol: Isaac? Sieht so nach rötlichen Haaren aus.

Ob die Wäscheklammern eines Tages zu Sammlerobjekten werden?

Und noch ein Auszug, der unbedingt verdient, zitiert zu werden:
„We work hard on tour but I absolutely love it. I love singing; in fact my little brother and sister think I suffer from “singing disease”. Libera for me is great. I work hard at school but Libera is an opportunity to relax and do something I absolutely love. When I sing I don’t think about anything else, it just fills my head with music - I would do it 25 hours a day! There is such a good sense of community, we can always knuckle down and perform and practice but we actually really enjoy being together too.”

Hier wird mir auf eine mir sehr zu Herzen gehende Weise erneut bestätigt, warum ich so viel Gefallen an Libera habe. Und man vergisst, dass sie „draußen“ ja auch noch Freunde haben; so sehr scheinen sie zusammenzugehören.
In einem Video von früher sagt, meine ich, Liam C., er vergesse alles, wenn er singt, oder so ähnlich. Und in einem anderen sagt einer von ihnen, sie seien alle eine „big family“, Ed ergänzt: „A big happy family“, und die anderen stimmen zu. Wahrscheinlich finden sich noch mehr dieser Aussagen, die mir bislang aber noch nicht begegnet sind.

Wenn drei Jungen so denken, dann werden es sicher noch viele weitere sein. :D
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Re: Libera kommt nach Schönstatt 2.08.16

Beitragvon mawi » Sonntag 2. Oktober 2016, 11:34

Der gleiche Link zum Fotoalbum von LIBERA (siehe Krakau) auch noch einmal hier. Betrifft ja schließlich auch Deutschland.

http://www.libera.org.uk/gallery/poland_and_germany_2016
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Re: Libera kommt nach Schönstatt 2.08.16

Beitragvon Filiarheni » Dienstag 4. Oktober 2016, 20:57

Von Taichi samt Familie zu Besuch in Köln habe ich heute Nacht geträumt, und gerade finde ich das hier (Libera machen ihre Hausaufgaben vorbildlich):



Ob Schönstatt damit abgeschlossen ist ... ?
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Re: Libera kommt nach Schönstatt 2.08.16

Beitragvon mawi » Mittwoch 5. Oktober 2016, 20:24

Ja, nett und höflich sind sie. Aber warum ist Ciaran in dem Video zu sehen? Er war doch (leider) gar nicht dabei?
Und überhaupt, woher kommt das Video? Also ich meine, wo wurde veröffentlicht? Ich finde nirgendwo einen Hinweis.
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