Sommer Tour 2012 - Kanalinseln

Gespräche rund um die Konzerte und sonstigen Auftritte von Libera

Re: Sommer Tour 2012 - Kanalinseln

Beitragvon Jamesphillip » Samstag 4. August 2012, 16:11

Hallo zusammen
hier habe ich ein paar Impressionen vom Konzert zusammengestellt.....
einmal der direkte Link auf youtube... da aber wohl die GEMA was dagehen hat auch unten ein Link über proxfree... (hoffe das klappt so)

https://www.youtube.com/watch?v=yAK4d5y ... r_embedded
http://eu.proxfree.com/page.php?get=EAp ... fl=norefer
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Re: Sommer Tour 2012 - Kanalinseln

Beitragvon Sue » Samstag 4. August 2012, 18:27

Mit proxfree läuft es.
Das Video ist super Jamesphillip, ganz großes Dankeschön dafür!
Deutschsprachiger Youtube-Kanal zu Libera
http://www.youtube.com/user/LiberaFansGermany


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Re: Sommer Tour 2012 - Kanalinseln

Beitragvon Stephan » Sonntag 5. August 2012, 11:47

Sehr schönes Video!! Besten dank fürs reinstellen :)
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Re: Sommer Tour 2012 - Kanalinseln

Beitragvon choralix » Montag 6. August 2012, 19:36

Hier einige Informationen: Auf Jersey glich die Werbung für die Konzerte eher der Suche nach Ostereiern. Außer an der Opera habe ich keine Plakate gesehen. Einige Mitreisende fanden sie jedoch vereinzelt. Etwas besser ist es auf Guernsey. In allen Bussen des ÖNPV hängen DIN-A4 Plakate und in der Touristeninformation liegen sie ebenfalls aus. Außerdem ein DIN-A3 Plakat in der Town Church und in der Katholischen Kirche St. Joseph + Mary, die wir Sonntag Morgen zur hl. Messe besucht haben. Außerdem hat Mawi nach vorheriger Absprache mit dem Pfarrer im Anschluss an die Messe Flyer an die Besucher verteilt. Wir wollen hoffen, dass die richtigen Personen angesprochen wurden. Der Eintrittspreis von um 10 – 35 Pfund schreckt allerdings ab. Jedenfalls diejenigen, die von dem einmaligen Erlebnis erst noch überzeugt werden müssen. Es sind genügend Menschen hier, die auch durchaus interessiert sind, wenn sie darauf angesprochen werden. Von „entlegenen“ Orten kann wirklich keine Rede sein. Auch das Ansprechen der Hotelgäste im Frühstücksraum trifft auf offene Ohren. Man muss es nur machen. Ich denke / hoffe, dass die Konzerte auf Guernsey besser besucht werden.

Übrigens sang die Gemeinde als letztes Lied die Nummer 452 aus dem Gesangbuch der Kirche. Den Text kannte ich zwar nicht, aber die Melodie war die Deutsche Nationalhymne.

Nach dem Kirchgang schlenderten wir in Richtung Park. Auf dem Weg dorthin kamen wir an St. James vorbei, wo LIBERA die nächsten Konzerte gibt. Kein Plakat weit und breit. Auf dem ausgehängten Veranstaltungskalender ebenfalls nichts von LIBERA zu sehen. Entschuldigung: als der Termin festgelegt wurde, war der Veranstaltungskalender bereits gedruckt. Kann man das als Entschuldigung gelten lassen? Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Hat denn jemand in der Wochenendausgabe der hiesigen Tageszeitung etwas gelesen? Ich nicht.

Genug gemeckert! Wir besichtigten im Anschluss die Inselschönheiten. Nein, nicht die zweibeinigen aus Fleisch und Blut. Obwohl, hier fand am Samstag und Sonntag ein Vogelscheuchen-Festival statt. Ihr hättet mal sehen sollen, wie voll die Parkplätze rund um die Veranstaltung waren. Trotz wenig Werbung kamen hier tausende Besucher. Wir sind nur mit dem Bus daran vorbeigefahren und haben von den Vogelscheuchen nicht viel gesehen. Obwohl einige Menschen (aus Fleisch und Blut) sahen so aus, als wollten sie mit ihrem Aussehen einen Preis gewinnen. Vielleicht hätte ich doch aussteigen sollen – wer weiß, ob ich es aufs Siegertreppchen geschafft hätte. Aber gegen einige meist weibliche Schönheiten wäre ich sicherlich chancenlos gewesen.

Dazu fällt mit ein Witz ein: Zwei Brüder kommen von einem Besuch auf dem Bauernhof zurück und berichten ihrer Mutter: „Mama, Mama, da lief eine Sau rum, die war noch fetter als du“. Die Mutter ist schockiert, knallt ihm eine, setzt sich in die Ecke und weint. Der kleine Bruder will die Mutter trösten: „Gell, Mama, es gibt gar keine Sau die noch fetter ist als du“.

Die Kanalinseln haben ihren eigenen Reiz. Dabei unterscheiden sie sich durchaus sehr voneinander. Guernsey gilt als Einkaufsparadies wegen seiner niedrigen Preise. Das scheint aber nur für englische Verhältnisse zu gelten. Ich habe noch nichts gefunden, was hier billiger ist als zuhause. Die Insel ist reich an Kirchen. In St.Peter Port allein 15 Stück (Apotheken gibt es nicht so viele). Nun kann jeder mal durch seine Heimatstadt gehen und das Verhältnis dort vergleichen. Juweliere und Schmuckgeschäfte gibt es haufenweise. Diese enorme Anhäufung dürfte Münchner oder Düsseldorfer Niveau erreichen. Die Immobilienpreise ebenfalls. Da legt man für ein gebrauchtes Reihenhaus schon mal ½ Mio.€ hin. Insgesamt muss ich sagen, hier ist es schön um Urlaub zu machen, ständig wohnen möchte ich hier aber nicht.

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3. Konzert am 07. August 2012 Guernsey

Beitragvon choralix » Mittwoch 8. August 2012, 01:01

Ich weiß garnicht, wo ich anfangen soll. Also zunächst bin ich heute Morgen durch die Stadt gelaufen, weil ich natürlich zu früh dran war. Also - wir hatten uns verabredet für 10:00h und ich war früher dran. Genau – so war das. Und dann bin ich zum Konzertsaal St.James gelaufen. Und da habe ich (wie bereits berichtet) wieder fest gestellt, dass keine Info über die Veranstaltung heute Abend aushing. Also habe ich mir den Infokasten genauer angeschaut und herausgefunden, das der Kasten auf der Basis einer vertikalen Schublade aufgebaut ist. Ich habe dann diese Schublade nach oben geöffnet und einen LIBERA – Flyer dort angebracht. Somit war auch das erledigt.

Am Abend setzte ich mich gegen 19:00h im gegenüberliegenden Park des Elizabeth-Colleges auf eine Bank, von wo aus ich den Zulauf der Konzertbesucher beobachten konnte. Ich blieb nicht lang allein. Dann gingen wir zum Eingang und mussten leider wieder feststellen, dass da noch viel mehr Leute reinpassen. Unsere private Werbung, die wir mit allen Tricks gemacht hatten, war nicht ausreichend gewesen. Aber stellt euch vor, wir hätten diese Werbung nicht betrieben, dann wären vielleicht noch weniger Besucher gekommen. Unsere ausländischen Freunde haben dergleichen nicht betrieben!

Aber nun zum Konzert: der Saal fasst vielleicht 300 oder 350 Zuschauer. Knapp die Hälfte war besetzt. Als das Konzert begann, fiel noch Licht durch die Fenster. St.James ist eine ehemalige Kirche, die aber als Konzertsaal und Eventschuppen genutzt wird. Am Sonntag fand dort noch eine Hochzeitsfeier statt.

Also der Saal konnte nicht völlig abgedunkelt werden. Dadurch hatte ich erstmals die Möglichkeit, die Texte im Programmheft mit zu verfolgen. Anfangs tat ich das sogar, aber das ließ ich dann bleiben, weil meine Konzentration kann ich nicht gut teilen. Das Geschehen auf der Bühne war mir dann doch wichtiger.

Die Bühne war auch nicht weit weg. Ich saß in der ersten Reihe. Keine 5 Meter vor mir stand der erste Sänger. Ein tolles Erlebnis. Die Jungs, die direkt vor mir standen, waren mir näher als Robert Prizeman. Dennoch war er es, der sie leitete. Wie er das macht, wird sein Geheimnis bleiben – ist auch egal, er macht es gut.

Musikalisch war das Konzert gut (nicht sehr gut). Es gab einige Patzer bei einigen Einsätzen. Nervösität? Egal, warum. Es sind Kinder und es ist ein Beweis dafür, das alles echt ist und nicht aus der Konserve kommt. An dieser Stelle sogar ein Danke für die kleinen Patzer, denn wir haben es erlebt, wie so ein kleiner Fehler behoben wird. Vielleicht ist es sogar den meisten Besuchern garnicht aufgefallen. Mir ist aber im Laufe des Abends was anderes aufgefallen: Einige Jungs sind besser geworden. Ruhiger, konzentrierter, routinierter, sicherer. Ich nenne natürlich keine Namen, aber die älteren Jungs sind hier bestimmt ein sehr gutes Vorbild für die Jüngeren. Auch der Stellungswechsel hat schon besser geklappt, als auf Jersey – war zwar nicht perfekt, aber deutlich besser.

Einigen der kleinen Sängern hat man die Anstrengung angemerkt. (Gähnen) ist verständlich. Sie hatten wahrscheinlich keine Möglichkeit, sich am Nachmittag mal zwei Stunden aufs Ohr zu legen, wie ich. Von den mittleren Knaben haben nach meiner Eischätzung alle dazugewonnen. Wenn nun die Musiker, die zum Teil von einem Ensemble vor Ort stammen, ihre Erfahrungen beim Konzert morgen Abend gewinnbringend einfließen lassen, dann habe ich vielleicht die Möglichkeit, mich auf mein bestes Konzert aller Zeiten zu freuen.

Leider ist danach mein Urlaub zuende. Aber weil ich ein Augsburger bin, habe ich am 08.08. keinen Urlaubstag, denn an diesem Tag hat Augsburg einen gesetzlichen Feiertag. (aber das ist ein anderes Thema)

Am Ausgang haben wir miterleben können, wie sich die Konzertbesucher bei einem der Verantwortlichen Organe des Chores bedankten. Ich will nicht alles wiedergeben, aber eines muss sein: „heaven on earth“

Ich habe diesen Herrn gebeten, Herrn Prizeman und allen Sängern mitzuteilen, dass es mir gut gefallen hat und er möge ihnen allen von mir sagen: „Danke“. (Dieses Wort fällt sowieso viel zu selten)

Ach so, ich wollte noch sagen, dass die Sprecher, also diejenigen, die manchmal zwischendurch einige Informationen geben, wer sie sind, woher sie kommen etc, diesmal noch lustiger waren. Beispiel: „we know, that some of you has a long way to visite us“ direkt danach ein Achselzucken und „Hm“ ... Schmunzeln – Lachen im Publikum, denn die Insel ist bekanntlich nicht sehr groß. (Das kommt hier und jetzt nicht so rüber – das muss man erlebt haben)

Aber so ist halt jedes Konzert etwas anders. Aber immer wieder wunderschön!!!
Servus bis Morgen
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Re: Sommer Tour 2012 - Kanalinseln

Beitragvon Sue » Mittwoch 8. August 2012, 20:40

Vielen Dank für deine Berichte choral ix, siehst du dir alle 4 Konzerte an?

Im englischen Forum & in einigen Blogs habe ich aber gelesen, dass auch die "nicht deutschen" Fans für Libera ordentlich die Werbetrommel gerührt haben. Dass da keine Flyer oder Poster hingen kann auch nicht sein da die anderen Fans Fotos davon hochgeladen haben.

Hier noch einige Links zu Blogs & Videos über die aktuellen Konzerte. Es gibt Fotos, Videos & schriftliche Berichte.

Blog Jersey & Guernsey
http://mini-angels.blogspot.de/

Blog Jersey
http://dearmadine.blogspot.nl/2012/08/j ... ncert.html

Libera360 zu Guernsey
http://libera360.com/index.php/latest-l ... ey-concert

Jersey Video (dieses Video geht für Deutsche nur mit proxfree)
https://www.youtube.com/watch?v=yAK4d5yj5Gs

Jersey Vid.
http://www.youtube.com/watch?v=rieGvWnzjG

Guernsey Vid.
http://www.youtube.com/watch?v=klgpXqDBkeU

Weitere Rückmeldungen auf Englisch im Libera Dreams Forum
http://www.libera-dreams.com/forum/view ... &start=210

Der Dank für all diese tollen Sachen muss natürlich an viele Fans gehen.
Da wären Inna, Yukibol, Julia, Jamesphillipp, Fan de LoK, Johan & viele andere.

Deutschsprachiger Youtube-Kanal zu Libera
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4. Konzert am 08. August 2012 Guernsey

Beitragvon choralix » Donnerstag 9. August 2012, 08:40

Um es gleich vorweg zu nehmen, ich hatte etwas erwartet, und meine Erwartungen wurden sogar übertroffen. Ich durfte mein bislang beststes LIBERA-Konzert erleben. Aber immer schön der Reihe nach:Die Musiker saßen bereits auf ihrem Platz und Robert Prizeman hat sich fast unmerklich an sein Pult geschlichen. Das Licht wurde gelöscht und augenblicklich trat Ruhe ein. Eine Knabenstimme begrüßte das Publikum und bat um Verständnis, dass Foto- und Tonaufnahmen jeglicher Art nicht erlaubt sind. Und dann: Viel Vergnügen.

Sieben Sänger standen auf der dunklen Bühne und eröffneten mit sicheren aber leisen Tönen „Jubilate“, während der Chor von rechts und links erschien und jeder seinen Platz einnahm. Mit zunehmender Dynamik wechselte auch der stimmungsvolle Lichteinfall und begleitete den Chor nahtlos in „Libera“. Die kraftvollen Töne wurden sauber gesungen und auch der Techniker führte eine sichere Hand am Regler. Nach dem sich der enorme Beifall des Publikums gelegt hatte, stellten Ben und Cassius in eine kurzen Ansprache den Chor von.

Danach „Song of Life“. Der Solist, Isaac London traf vom ersten Ton sicher in Höhe und Lautstärke. Seine reine und hell klingende Stimme wurde vom Chor nonverbal begleitet. Im weiteren Verlauf entwickelte sich der vielstimmige Chor zu einer liebevollen Einheit. Mit viel Applaus bedankten sich die Zuhörer für dieses Lied. Es folgte „Sanctissima“ Solo: Eoghan McCarthy. Auch er traf vom ersten Ton an leise und sicher und ließ sich vom Chor umringt begleiten. Beim „Sanctus“ stand der Chor breit auf der Bühne und entzündete lautstark zeitgleich mit der hell strahlenden Beleuchtung ein regelrechtes Feuerwerk. Deutlich zu erkennen die Konzentration der Knaben mit der sie die gesungenen Wörter mit ihren Lippen formten. Leider wurde (für mich) der Genuss dieses Liedes durch ein paar Frauen in der dritten Reihe gestört, die hörbar miteinander tuschelten. Ein ernster Blick nach hinten sorgte alsbald für Abhilfe.

Danach stellten Cassius und Michael das Maskottchen von LIBERA vor. Einen Elch und der hat den Namen Elch. Außerdem erfuhren die Zuschauer, das der Jüngste auf der Bühne stehende Sänger vor ein paar Tagen Geburstag hatte und 8, ach nee, 9 Jahre und der älteste 17 Jahre alt ist. Dann ging ein Raunen durch das Publikum, als der nächste Beitrag angekündigt wurde. Ein Lied, dass hier wohlbekannt zu sein scheint. „I Vow To Thee“ es wurde jedoch darauf hingewiesen, das LIBERA es in seiner eigenen Version vortragen wird. Der Solist war Matthew Jansen. Das Lied war melodiös und wurde vom Chor sauber präsentiert. Anschließend „Eternal Light“ mit den Solisten Jude Collins and Thomas Delgado-Little.

Doch dann ein Missverständnis? Es folgte „Salva“ der Chor stand mit aufgestzten Kaputzen grüppchenweise verteilt auf der Bühne und aus den Lausptecher klang der Chor mit ungewohntem Hall und Echo. Schnell hat der Techniker den Unterschied erkannt und den Regler richtig gestellt. Bei den Sängern war keine Aufregung erkennbar. Sie ignorierten das Missgeschick als wäre nichts gewesen. Routiniert wie die Profis hielten sie sich an das was sie tun sollten und beendeten es mit Bravour. Nach einer weiteren Ansprache erklang die Solostimme von Joshua Madine. Es ist unglaublich, da steht ein ca 1,90m großer Mann vor einem und singt „Faithful Heard“ so sanft und weich wie man es von einem Knaben, der nur halb so groß ist erwarten würde. Der Chor begleitete ihn mit angepasster Zurückhaltung und ließ auch dieses Lied zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Mit „Exultate“ setzten die Sänger ein sauber artikuliertes, bewegendes Zeichen zum Aufbruch in die Pause. Das Lied blieb vielen Zuhörern in Erinnerung, viele summten auf dem Weg zur Erfrischungsbar oder von der Toilette kommend minutenlang die Melodie.

Nach dieser Erholungszeit für die Sänger und Musiker begann die zweite Halbzeit. Eoghan McCarthy stimmte als Solist einen Gregorianischen Gesang in lateinischer Sprache an – a cappela. Sogar der Dirigent ließ ihn frei die Töne formen bis ihn die Musiker durch ihren Einsatz ablösten. Der Chor schwebte wieder von rechts und links auf die Bühne und präsentierte mit stimmungsvoller Illumination „Orinico Flow“. In der Aussprache eine Abwandlung zur der Version, die von der CD bekannt ist. Diese Fassung bereichert die Archive um eine weitere gelungene Variante. Und dann brannten sie mit „Gloria“ in excelsis Deo ein wahres Feuerwerk an Dynamik, Melodie, Rhythmus, mit allem was man an musikalischen Registern ziehen kann, ab. Diese sagenhaften sanften und doch kraftvollen Klänge, die sogleich leise wurden um dann wieder volumenreich das Saal erfüllten machten dem Sinn dieses Liedes alle Ehre: „Ehre sei Gott in der Höhe“.

Die kommenden drei Lieder „Fountain“ mit Soli von Matthew Jansen und Thomas Delgado-Little, „Dies Irae“ mit Solo von Ciaran Bradbury-Hickey und „Greatefull Heart“ mit Soli von Thomas Delgado-Little and Michael Ustynovych-Repa gehören nicht zu den Lieblingsliedern von Choralix, aber sie waren gut platziert um die Zuhörer emotional wieder zu beruhigen.

Es folgte „Stay With Me“ mit den Solisten: Cassius O'Connell-White. Matthew Rangel-Alvares. Höchste Auszeichnung für diesen Vortrag. In seiner kurzen Vorstellung teilte Joshua Madine seine neue Rolle vor: er setzte für das nächsten Lied an den Flügen. „Ave Verum“. Gespannt lauschte man seinen Klängen. Aber er hielt sich charmant zurück, das Pianio wurde zu keiner Zeit dominant und begleitete den Gesang des Chores. Isaak London war der Solist im nächsten Lied, „Far away“. Stimmlich umrahmt von der Harmonie der anderen bildete LIBERA wieder Einheit durch Vielfalt. Eoghan McCarthy sang noch ein weiteres Solo: „Glory to Thee“. Andächtig gruppierte sich der Chor um ihn herum und sang – ja betete das Lied wie es Engel sonst nur tun.

Als sich Ben mit seiner letzten Rede beim Publikum bedankte wurde klar, jetzt läuft die Schlussrunde. „How Shall I Sing That Majesty“. Eoghan McCarthy konnte stehen bleiben, denn auch hier sang er ein Solo, dass beeindruckend war. Aber dann war es aus. Großer Beifall vom begeisterten Publikum, Verneigung, noch mehr Beifall.... und so ging es weiter, bis der Dirigent zur Zugabe aufforderte. Noch einmal „Exsultate“. Das hat am Ende der ersten Halbzeit auch schon als Rausschmeißer funktioniert. Nun sangen sie jetzt eine verkürzte Fassung, genossen die stehenden Ovationen der Zuhörer, verneigten sich, winkten ins Publikum und verschwanden.

Auch ich verschwinde jetzt und mache Platz für weitere Berichterstatter.

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Re: Sommer Tour 2012 - Kanalinseln

Beitragvon choralix » Freitag 10. August 2012, 12:10

@Sue:

Du hast sicher Recht. Ich kann natürlich nicht wissen, was andere internationale Besucher an Werbung betrieben haben. Es ist aber leider so, dass auf Jersey nur zwei Plakate in Schaufenstern von Geschäften hingen. Flyer lagen in der Touristinformation. Schaufensterplakate haben wir auf Guernsey nicht gesehen, dafür aber in den Bussen des ÖNPV (das schrieb ich). Die geposteten Fotos zeigen das auch. Weitere Plakate in fast allen Kirchen, die wir besucht haben. Außer der Town Church waren alle Kirchen geschlossen (außer am Sonntag). Die Plakate ware also sicher gegen Diebstahl gesichert. Das Foto von der Werbewand über LIBERA befand sich innerhalb der St.James Hall. Diese konnte man aber erst sehen, wenn man die Eintrittskarte bererits gekauft hat und im Konzertsaal war. Die Information im Infokasten an der Konzerthalle habe ich selber angebracht. Eine Vorankündigung in der Wochenendausgabe der örtlichen Presse gab es nicht. Pressekritik in der Zeitung nach den Konzerten gab es nicht. Ich bin der Meinung, das kann man besser machen.
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Re: Sommer Tour 2012 - Kanalinseln

Beitragvon Peer » Freitag 10. August 2012, 16:52

Erst einmal hallo an alle, ich bin neu hier.

Eine kurze Anmerkung zur Öffentlichkeitsarbeit auf Jersey.
Ich habe mich am Abend des 02.08. mit einer sehr netten "Eingeborenen" unterhalten, unter anderem auch über die mangelnde Auslastung des Opernhauses. Sie fragte mich, wann ich denn von dem Auftritt erfahren hätte, woraufhin ich auf den 21.06. (Ankündigung auf der Website) verwies.

Sie berichtete mir, dass die Ankündigung auf Jersey erst sehr viel später erfolgte (Bericht in der Inselzeitung am WE vor den Auftitten). Sie selbst war in der Messe, bei der Libera aufgetreten war und hatte so von dem Auftritt erfahren. Ein weiterer Grund für die schlechten Zuschauerzahlen sah sie außerdem in den Vorbereitungen auf die "Battle of the Flowers", die wohl viele Jerseyaner (Jerseyans? Jerseydianites?) im fraglichen Zeitraum sehr in Anspruch nahm.
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Willkommen Peer

Beitragvon choralix » Freitag 10. August 2012, 17:07

Hallo Peer, schön, dass du zu uns gefunden hast. Ich freue mich, dass wir gemeinsam die Konzerte besuchen konnten und wenn du auch deine Eindrücke formulieren möchtst, ist hier der Rahmen, wo das garantiert gelesen wird.

Ich wünsche dir mit uns und uns mit dir viel Spaß hier im Forum

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