"BEYOND" - neue CD (2018)

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Re: "BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon Filiarheni » Samstag 3. November 2018, 00:55

So, mawi, ohne deinen Review gelesen zu haben, poste ich meinen, und dann darf ich mir endlich deinen zu Gemüte führen! Ich bin ja vorab immer enthaltsam; das macht es spannender. :D

***************

Da ist sie, die Überraschungs-CD ... oder wer hätte gedacht, dass es so bald nach "Hope" eine weitere ernst zu nehmende CD geben würde? :o Ok, sie greift umfassend auf schon Vorhandenes zurück. Und das führt unweigerlich zu Vergleichen, von denen es gleich so einige geben wird.


Ave Maria (Vavilov (Caccini))
Oh Himmel, das war mein Angst-und-Panik-Lied, seit bekannt war, dass es zur Titelliste von "Beyond" gehört. Ja, ich weiß, es war sogar schon zweimal grandios auf CD eingesungen worden, von Steven und Tom C. Aber das Schicksal ein weiteres Mal herausfordern?? :shock:

Es ist geradezu unfair, ein solches Erbe anzutreten, aber Libera hatte tatsächlich einen tollen Solisten dafür: Gabe. Und auch wenn nach wie vor Tom für mich das Nonplusultra darstellt - berührender geht es nicht -, bin ich sehr zufrieden mit der Wahl! Gabe hat einen besonderen Silberklang in seiner Stimme, und ich mag seine schlichte Art, diese schwierige Arie zu singen. Am meisten hatte ich vor der Stelle ab 3:20 gezittert, wenn in der Melodie das C''' ansteht, aber Gabe meistert es tadellos! Das gesamte Lied hindurch schwebt Gabes Stimme förmlich über dem Orchester und dem Chor. Der Gesamtklang ist völlig ausgeglichen. Das Lied ist ein Genuss für meine Ohren; ich lehne mich zurück und falle in die Musik hinein ...
Und Gabe, deine glasklare Stimme werde ich echt vermissen!
Sie hat mir immer ausgesprochen gut gefallen, und ich bin so froh, dass ich Gabe live hören konnte und wir mehrere Aufnahmen von ihm haben.

Eine Bemerkung über das Ave Maria selbst:
An der Urheberschaft von Giulio Caccini (1551 - 1618) bestehen erhebliche Zweifel. Wahrscheinlicher ist, dass es von dem Russen Vladimir Vavilov (1925 - 1973) komponiert wurde. Vavilov versah seine Kompositionen gerne mit Namen von Renaissance-/Barockkomponisten. Nach einer Aussage seiner Tochter Tamara war er der Ansicht, dass Musik unter seinem eigenen (unbekannten, gewöhnlichen) Namen niemals veröffentlicht werden würde. Daher schob er sie anderen Komponisten unter. Dieses Ave Maria wurde unter "Anonym" von ihm selbst veröffentlicht und nach seinem Tod Caccini zugeschrieben
100-prozentige Sicherheit gibt es nicht. Ich schließe mich aber, vor allem aus stilistischen Gründen, der Annahme an, dass Caccini nicht der Komponist ist.

Bei Interesse z. B. (spanisch, russisch, aber wozu gibt es Google-Translator):.
http://www.musicaantigua.com/el-engano-musical/

http://pepsimist.ru/ave-maria-i-muzykal ... -vavilova/

Dies ist die erste Aufnahme von 1970:
https://www.youtube.com/watch?v=8TJOzKniBdg



In Paradisum (Robbins)
Ich hatte das Glück, die Libera-Uraufführung in Ely in diesem Jahr zu erleben. Das Original mit dieser kalten Stimme der Sängerin kann ich kaum ertragen, aber Liberas Version geht unter die Haut: Strömend und voller Gefühl; fesselnd arrangiert, sanft, aber doch mit intensivem Spannungsbogen vom Chor gesungen. Roccos wunderschöne Stimme ist ja sowieso über jeden Zweifel erhaben, und seine Intonation war von Anfang an bewundernswert genau. Er ist mein Lieblingssolist der derzeitigen Generation, und deswegen bin ich sehr glücklich, dass es endlich eine so ausgedehnte Soloaufnahme von ihm gibt.
Und dennoch ... Ich gestehe, dass ich mir im innersten Herzen wünsche, wir hätten eher Angele Dei als In Paradisum mit Rocco. Nicht nur, weil Angele Dei ein Original von Robert ist, dessen Kompositionen ich liebe und sehr hoch schätze, sondern weil es sich bei Angele Dei um ganz ungewöhnliche Musik handelt, wogegen In Paradisum nichts wirklich Neues bietet. Normalerweise würde ich wahrscheinlich nach kurzer Zeit das Interesse verlieren, wenn Liberas Interpretation nicht so, ja, Libera-isch wäre. :D


Dafür haben wir aber noch ein Rocco-Lied, und zwar
Salve Regina
Mit dem lächerlich kleinen Solostellchen der "Hope"-Version konnten sie ja auch nicht davonkommen. Unser Lamento war laut und vernehmlich, und es ist doch ganz fein, dass Robert und wir uns so einig sind! :mrgreen:
Bekanntlich schließt Libera ganz gerne mal ein Chorlied mit einem kurzen Solo ab, aber im Fall von Salve Regina hatte ich das immer als fehl am Platz empfunden. Wie ein Anhängsel, das da irgendwie gar nicht hingehört. Deswegen kommt es mir sehr entgegen, dass die erste Strophe in ein Solo umgewandelt wurde. Jetzt fühlt es sich für mich ausgeglichen an.
Als ich den iTunes-Schnipsel zum ersten Mal hörte, habe ich zunächst, allerdings nur vorübergehend, die Wärme vermisst, die ich in der vorhergehenden Fassung so sehr mochte. Wobei mich der Ausdruck in Roccos Stimme sofort schwer beeindruckt hat. Aber schon beim zweiten Hören bin ich der Musik verfallen, und welchen Schnipsel habe ich mir von da an dauernd reingezogen? ;) Gänsehaut ... von einem Schnipsel! Und noch einmal möchte ich Rocco für seine gute Gesangstechnik loben: Die Bindung von "i" nach "a" bei "Maria" ist makellos. Das ist nämlich gar nicht so einfach.
Das Charakteristische an Salve Regina ist seine beruhigende Stimmung. Das kommt von der unaufgeregt dahinfließenden Musik. Hier gibt es einfach mal keine große Steigerung und keinen großen Höhepunkt; dafür strahlt das Stück, verstärkt durch den warmen Chorklang, Geborgenheit aus. Und das gibt ihm seinen rechtmäßigen Platz im Libera-Repertoire, denn es wurde schon von Fans beanstandet, dass sich die Musik nirgends hin entwickele. Ich vermisse hier nichts.
Bis auf die Stelle, in der Chor gegen Solo getauscht wurde, stammt die gesamte Aufnahme, einschließlich Roccos Solo am Schluss, von "Hope", sie wurde lediglich diskret um eine Wiederholung gekürzt. Allerdings wurde sie bearbeitet und erscheint nun heller und klarer. Der Gesang spielt sich hauptsächlich in der Mittellage ab, und das ist immer etwas für mich. Es geht wirklich nicht nur um hohe und höchste Lagen, so herrlich sie klingen können - nie sollte man darüber den schönen Klang der tieferen Lagen vergessen. Salve Regina ist musikalisch ein ziemlicher Gegensatz zu dem aufwühlenden In Paradisum, in dem so heftige Gefühle hochkommen. Die Entscheidung, die beiden Stücke auf der CD direkt hintereinander zu setzen, halte ich für weise, auch wenn derselbe Solist hier gleich zweimal nacheinander zu hören ist, was ich grundsätzlich vermeiden würde.
Salve Regina gefiel mir immer schon, aber mit der Ausdehnung des Solos und Roccos schimmernder Stimme hat sich das noch einmal gesteigert.


Sanctus
Mir ist klar, dass Sanctus ein Muss in Liberas Konzerten ist und es mehr oder weniger als ihr Markenzeichen gilt, neben ihrem anderen, Libera. Der Grund dafür liegt vermutlich darin, dass das Pachelbel-Original so bekannt und beliebt ist und bei den Zuhörern ohnehin schon gut ankäme. Aber dann auch noch von Libera! ;) In die Nähe meiner Favoriten hat Sanctus I es allerdings nie geschafft, und ich habe mir gewünscht, es würde in den Konzerten mal den Weg für ein anderes Lied freimachen. Andere sind ähnlicher Meinung, und es war sooo lange im Programm, um nicht zu sagen: immer ... und möglicherweise hat das ja Robert dazu gebracht, ihm ein paar Vitamine zu verpassen. Die jetzige Fassung könnte der gemeinsame Nenner der Zuhörer sein.
Für mich hätte ein Wechsel hin zu Sanctus II genügt. Das war schon bedeutend interessanter als Variante I, allerdings hatte ich mir das Schlagzeug wiederum weg gewünscht. Jetzt existiert plötzlich eine dritte Version, und die ist es jetzt! Der Chor klingt voll und motiviert; ein neuer Teil ist dazugekommen, der auch zusätzlichen Text ermöglicht hat. Und das Ergebnis der ganzen Überarbeitung ist bunt und viel frischer als vorher!


Ave Maria (Prizeman)
Zwei Ave Maria auf einer CD, die nur 11 Lieder umfasst? Ist das nicht ein bisschen viel?
Nein, weil sie komplett unterschiedlich sind. Das Ave Maria von Vavilov ist im Stil einer Arie komponiert. Mit dem Minimum an Text könnte die Konzentration auf das Gefühl nicht augenfälliger sein. Ich würde es als "passiv" bezeichnen, während Roberts Ave Maria "aktiv" ist. Jemand handelt hier, bittet dringend um Beistand. Ich höre und fühle das Flehen, auskomponiert durch die Intervallsprünge von unten aufwärts in der ergreifend schönen Melodie dieses Stücks. Dabei ist die Stimmung im Ganzen für mich jedenfalls heller, als seine neue Einleitung es zunächst vermuten lässt, die ich als schmerzlich und durchaus beunruhigend empfinde, während es dann mit Einsatz des Gesangs zwar ernst, aber eben nicht mehr so düster weitergeht. Ruhig und innig betend. So schön.
Dieses Ave Maria zählt zu meinen Libera-Stücken der ersten Stunde, und gleichzeitig ist es ein Lieblingslied von mir geblieben. Nachdem mich seine Aufführung im Ely-Konzert im Mai überwältigt hatte, habe ich diese Aufnahme am meisten herbeigesehnt. Um ehrlich zu sein, gehört Merlins Stimme m. E. nicht zu den besten, was den bloßen Klang angeht. Aber für mich ist er einer der Jungs, bei denen die eigene Persönlichkeit durch ihren Gesang besonders durchscheint, und das gefällt mir supergut!
Mit größter Spannung - und Hoffnung - habe ich allerdings dem Chorpart entgegengesehen: Hatte Liberas seidiger Klang aus Ely es so auch auf die CD geschafft?? Denn der war definitiv bemerkenswert gewesen. Nie vorher oder woanders habe ich Libera so gehört. In dem damaligen Konzertbericht hatte ich geschrieben: "Ich sehne eine Aufnahme davon herbei und hoffe von ganzem Herzen, dass die CD-Aufnahme von Ave Maria dieses hohe Niveau und die Intensität der Interpretation erreicht hat." Und ...
... ja, es hat funktioniert, und ich bin so froh darüber! Als ich die "Beyond"-Aufnahme zum ersten Mal hörte, war ich nichts weniger als hingerissen. Seidig, sacht, teilweise dann geradezu leidenschaftlich - aber niemals aufgesetzt, sondern bei allem immer noch zurückhaltend und ehrlich.
Das Lied hat mit seiner Neuauflage noch einmal dazugewonnen. Es wurde um eine Einleitung erweitert und liebevoll neu arrangiert, hat zusätzlichen Text erhalten, und der Schluss ist viel anrührender als früher. Das alles unterstreicht in meinen Augen die Bedeutung, die dieses Stück für Robert hat, und das freut mich auch.

Diese neue Fassung verzaubert mich.


Lacrymosa
Tja, mit dem Lied kann ich mich nicht anfreunden. Oder sagen wir mal, mit dem Stück in gesungener Variante, denn das Original, "Aquarium" aus "Karneval der Tiere" von Saint-Saëns, gefällt mir sehr. Gesungen klingt es mir halt immer noch seltsam, auch wenn die Jungs es exzellent singen. Daran liegt es nicht. (Wie sollte das auch möglich sein?! :mrgreen: )
Nein, in "Aquarium" sind ja musikalisch sehr gelungen der Fischschwarm und seine Bewegungen eingefangen, und das Ganze hat etwas Mysteriöses. Aber der gesungene Text ist von diesem ursprünglichen Bild, für das die Musik gedacht war, ganz abgekoppelt, und jetzt klingt es für mich eher unheimlich, und das in einem mir nicht mehr angenehmen Ausmaß. Objektiv gesehen jedoch funktioniert der typisch transparente Libera-Sound grade in Lacrymosa genial. Alex G.'s etwas hauchige Stimme trägt stark zu der geheimnisvollen Atmosphäre des Liedes bei. Das zieht mich schon an, weil die Musik in sich rund ist. Trotzdem bleibt es ein Stück, das ich nicht extra zum Hören anwählen werde. Oder anders gesagt: Es ist sehr gut, aber ich mag es nicht. ;)


Voca Me
Das Stück ist nach kurzer Pause wieder im Live-Programm, wurde einer leichten Bearbeitung unterzogen und ganz neu aufgenommen. Und es ist das Stück, das mir schlichtweg den Atem genommen hat, als ich es zum ersten Mal hörte. Ich erinnere mich noch, wie ich damals vor Youtube saß und mein Glück nicht fassen konnte, dass es ein Stück gibt, das so dermaßen auf mich (ja, nicht nur auf mich) zugeschnitten ist. Da ich die "Free"-Aufnahme als in jeder einzelnen Hinsicht perfekt empfinde - das Lied selbst, seine harmonische Spannung, Arrangement, Chorklang, dynamische Behandlung, die Farben der Solostimmen, ihren kristallklaren Klang, die so gefühlvolle Art der Betonung auf bestimmten Silben in den "Lacrymosa"-Solostellen, den so ausgewogenen fertigen Mix -, stand von vornherein fest, dass eine neue Version es schwer mit mir haben würde. 8-) Nach Ely hatte ich geschrieben, dass beide friedlich nebeneinander existieren können. Und dazu stehe ich auch jetzt noch. Das neue Voca Me hat diese phänomenalen Soloparts der Strophen nicht mehr, gewinnt mich dafür aber in anderer Hinsicht
Der englische Text der Strophen wurde durch neuen, lateinischen Text ersetzt. Dadurch musste auch die Melodie der Strophen leicht modifiziert werden, um den Textfluss zu gewährleisten, was mich in Ely von meinem Platz aus etwas an der Nase herumgeführt hat, weil es für mich stärker nach Änderungen klang, als es der Fall war. Robert hat das raffiniert bewerkstelligt: Zuerst hat er die Melodie an der einen Stelle verlängert, indem er etwas aus dem vormals instrumentalen Part in Gesang umgewandelt hat. Dann hat er an der anderen Stelle, wo gekürzt werden musste, ein Stückchen vormals gesungener Melodie an die 2. Chorstimme abgegeben. Super gelöst!
Der auffälligste Unterschied der "Beyond"- zur "Free"-Fassung besteht für mich in dem abgemilderten Klang des neuen Voca Me. Allein schon der fehlende Auftakt in der Melodie macht den Beginn der ersten Strophe sanfter. Die Dissonanzen wirken weniger scharf. Das Stück fühlt sich insgesamt eher schwebend und etwas weniger dramatisch an als bei "Free". Ein Erreichen oder gar Übertreffen der "Free"-Version ist für mich nicht möglich, aber diese hier versucht das auch gar nicht. Grade deswegen mag ich sie: weil sie eine ganz andere Stimmung vermittelt. Ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll. Tröstlicher, zugewandter vielleicht. Sie geht behutsamer mit dem Zuhörer um. Die andere ist - in den Chorparts - direkter. Irgendwie schonungslos. Dramatisch ist selbstverständlich auch die "Beyond"-Version; so ist das Stück ja kompositorisch angelegt.
(Mir ist bewusst, dass ich die Amerika-Live-Version jetzt ganz außen vor gelassen habe, aber ich höre sie auch nie, und beim jetzigen Hören im Vergleich kann ich hier nicht das erkennen, was ich grade für die neue "Beyond"-Fassung beschrieben habe.)
Die neue Version finde ich in der Tat auch sehr gut, und ich werde auf jeden Fall in Zukunft sowohl die "Free"- als auch die "Beyond"-Aufnahme hören, je nach Stimmung.

Voca Me hat bis heute nichts von seiner Wirkung auf mich verloren. :) :D


The Prayer
Das wird jetzt nicht auf Gegenliebe stoßen, aber dieses Lied ist so gar nicht mein Fall. Damit niemand mich missversteht: Es geht rein um das Lied selbst. Ich kann noch nicht einmal genau bestimmen, was mich eigentlich daran stört. Und das Schlimme ist, dass ich jetzt durch diese Abneigung gestraft bin, weil Libera auch hier spitze ist. :shock: ;) Und Daniel singt fantastisch! Ich bewundere die Reife seiner Stimme. Wenn ich beim Zuhören die Augen schließe und dann wieder öffne, bin ich immer noch ganz erstaunt, was für ein Kind ich da vor mir sehe. Wie andere Fans schon öfter meinten, nehme auch ich bei ihm eine Ähnlichkeit zu Isaacs Stimme wahr. Sehr sanft, sehr angenehm, und er ist ja auch technisch so gut! Daniel ist jung genug, um all meine Hoffnung darauf zu setzen, dass es noch eine Reihe Solostücke mit ihm geben wird, und dann wird ganz sicher auch etwas für mich dabei sein. Also, den Libera-Klang bei The Prayer genieße ich durchaus, aber ... aber ...


Do Not Stand At My Grave And Weep
Dieses Stück habe ich so gern, und die neue Version zieht mich genauso in den Bann wie die vorhergehenden mit Ben C. / Joe bzw. Tom C. / Ed. Seltsam übrigens, dass im Booklet der internationalen CD nur Gabe als Solist erscheint. Die japanische Ausgabe macht es richtig und nennt Gabe und Leo.
Was für ein beeindruckendes Lied das doch ist! Jedesmal wieder kapituliere ich direkt bei Einsatz des Gesangs. Das ganze Lied verursacht mir Gänsehaut. Das ist natürlich auch dem Text geschuldet, aber Text und Musik sind hier eine Einheit. Eine ungemein zu Herzen gehende Komposition von Robert!
Bens Version war bisher die von mir bevorzugte. Gabes Stimme ist dunkler, was die Stimmung ändert ... etwas herber, und das macht einen speziellen Reiz aus. Tatsächlich geht Gabes Interpretation mir sogar näher, während ich kurioserweise finde, dass Bens feine Stimme besser zu diesem zarten Lied passt. Aber Gabe drückt mehr mit seiner Stimme aus. Sehr feinfühlig, Gabe!
In der zweiten Strophe wird ein vorher instrumentaler Part jetzt vom Chor gesungen. Dadurch wird das Lied noch einmal persönlicher, und ich fühle mich ihm noch näher. Sehr ergreifendes Ende, wenn die Musik langsamer wird. Das geschieht in der "Free"-Version auch, aber dort berührt es mich weniger als hier. Die letzten Klänge drücken in allen Versionen vertrauensvolle Hoffnung aus, indem das Moll-Lied mit einer Dur-Harmonie und den aufstrebenden Tönen der Harfe endet.


Benedictus Deus
Dieses Lied begeistert mich bei jedem Hören wieder gleichermaßen! Hier ist es ein weiteres Stück von "Hope", bei dem lediglich der Solist ausgetauscht und die restliche Aufnahme wiederverwendet wurde. Ich freue mich sehr, Leo auch einmal mit einem vollen, also Textsolo zu hören (Do Not Stand zählt nicht, weil er hier die 2. Stimme singt). Bei ihm dauert es bestimmt auch nicht mehr lange bis zum Stimmwechsel, und deswegen bin ich erleichtert, dass das noch rechtzeitig unter Dach und Fach gebracht wurde! Dabei steht natürlich die Frage im Raum, warum es bitte ausgerechnet Benedictus Deus sein musste, nachdem Thomas Delgado-Little eine so brillante Leistung abgeliefert hatte und ihm dann so wenig Zeit gelassen wurde, seine Lorbeeren ungeteilt zu genießen.
Und noch etwas anderes wundert mich: Der "Gloria in excelsis Deo"-Teil ab 1:59 schien mir immer solo gesungen zu sein, selbstverständlich von Thomas. Aber auch dieser Teil wurde übernommen. Habe ich mich also geirrt, und es ist gar kein Solo? Oder wurde es nur nicht durch Leo ersetzt? Wenn das aber der Fall ist, aus welchem Grund?
Nur schnell nebenher: Dieser Gloria-Teil fühlt sich für mich immer wie ein Magnet an. Lustig.
Grundsätzlich bin ich damit einverstanden, dass Benedictus Deus, wenn es denn schon ein zweites Mal sein musste, in dieser Weise auf "Beyond" erschienen ist. Der funkelnde Klang des Chores bei einzelnen Tönen hier und da passt so ideal zu diesem Stück. Das kann man nicht einfach wiederholen.
Und was kommt auf denjenigen zu, der sich mit Thomas DL vergleichen lassen muss? Zu Beginn gefällt mir die strahlende Stimme von Thomas besser, aber dann an der "Benedictum nomen"-Stelle (1:28) überzeugt die Aufnahme mit Leo mich mehr. Ich sage absichtlich "Aufnahme", denn ich glaube nicht, dass es an Thomas liegt, dass dieselbe Stelle mit ihm etwas zu scharf klingt. Ich habe mich schon oft gefragt, warum die Melodie nicht stärker in die Begleitung eingebettet wurde. Wie Solopart und Orchesterbegleitung hier zusammengesetzt sind, finde ich unglücklich: Für meine Ohren besteht eine Lücke zwischen Thomas' Stimme da oben und der Begleitung da unten, der Kontakt zwischen beiden fehlt, und seine Stimme befindet sich allein irgendwo im Raum. Das hätte man im Studio sicher technisch entsprechend "entschärfen" können. Bei der "Beyond"-Version mit dem neuen Solo von Leo ist diese Stelle in Ordnung.
Ich bin also auch mit diesem Stück sehr einverstanden. :)


Mother of God
Dieses introvertierte Lied stammt vom Album "Eternal" (2008) und wurde nur klangtechnisch bearbeitet. Eins der wenigen "Eternal"-Stücke, die nicht auf einer anderen internationalen Libera-CD zu finden sind. Dass es nun mit auf "Beyond" erscheint, und das bei nur insgesamt 11 Liedern, ist eine deutliche Aufwertung für das Stück. Zu Recht und zu meiner Freude. Es hat bisher allzu sehr ein Schattendasein geführt. Besonders gefällt mir der ungewöhnliche Verlauf der Melodie. Die leise Interpretation von Libera, in der so viel Bescheidenheit liegt, macht den Text wirklich glaubhaft. Der Klang ist filigran und sehr ausgeglichen. Ich habe weitere Chöre mit dem Lied gehört, aber Liberas Version berührt mich am meisten.
Es ist das einzige A-cappella-Stück auf der CD und stellt damit das eine Ende der stilistischen Bandbreite dar, während ich mich nicht entscheiden kann, welches denn das andere wäre: In Paradisum? The Prayer? Benedictus Deus? :? :mrgreen:

Und damit heißt es aufwachen aus dem stillen Mother of God. :wink:


Quintessenz:

Nr. 1:
Ave Maria (Robert)
Voca Me

Nr. 2 (alphabetisch):
Ave Maria (Vavilov)
Benedictus Deus
Do Not Stand At My Grave And Weep
In Paradisum
Mother of God
Salve Regina


Nr. 3:
Sanctus

Nr. 11:
Lacrymosa
The Prayer



Auf der japanischen Ausgabe der CD hätten wir außerdem noch das japanisch-mehrsprachige Lied
For the Future
Nettes Lied und ein totaler Ohrwurm. Insgesamt ein bisschen zu zuckerig für meinen Geschmack, aber das Libera-Arrangement klingt sehr freundlich, und die Aufteilung auf so viele Solisten ist super gelungen und macht Spaß! Am schönsten ist Victors Stelle (2:18, "vers l'avenir"); seine Stimme klingt hier unbeschreiblich. Die Stimmen von Oliver WR und Daniel passen gut zusammen, was man vor allem hört, wenn sie unisono singen. Und ihre sanften Stimmen, ganz wie auch die der weiteren Solisten Oliver M., Victor, Mathias und Koji passen ideal zu dem Charakter des Stücks.

So ein mehrsprachiges Lied würde ich ja auch gern mal in einem Konzert hören ... :wink:

Kleiner Gag noch:
Das japanische Booklet listet die Solisten von For the Future wie folgt: "Oliver Watt-Rodríguez, Daniel White, Koji Shinokubo, Oliver Mycka, Mathias Montoro & Victor." :lol:


Die CD ist wunderschön. Ich war vorher etwas besorgt, weil ich es zu früh für eine neue, vollständige CD fand und auch nicht sicher war, was ich davon halten soll, einfach bestehende Aufnahmen zu verwenden und Neues reinzumischen. Aber mit dem Ergebnis geht es mir jetzt sehr gut!

Glückwunsch an Libera und alle, die an der CD beteiligt waren, zu einer weiteren meisterhaften CD mit viiiiielen Highlights! :D :) :D
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Re: "BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon mawi » Sonntag 11. November 2018, 14:12

Filiarheni hat geschrieben:Kleiner Gag noch:
Das japanische Booklet listet die Solisten von For the Future wie folgt: "Oliver Watt-Rodríguez, Daniel White, Koji Shinokubo, Oliver Mycka, Mathias Montoro & Victor." :lol:


Wahrscheinlich ist Victor in Japan schon so eine Berühmtheit, dass er keinen Nachnamen mehr benötigt. :lol:

Meine Japan-CD ist zusammen mit einem Mini-Tagebuch, dass es wohl in unterschiedlichen Ausführungen geben soll, nun auch angekommen. Teurer als erwartet, da sowohl Zoll als auch DHL zugeschlagen haben.
Wie erwartet ist die optische Aufmachung höherwertiger, CD und DVD sind mit einer hochglänzenden weißen Beschichtung versehen (natürlich nur auf der Schriftseite) und das Booklet ist japan-typisch recht dick.
Die Texte sind zwar in englisch und japanisch abgedruckt, hätten aber ruhig ein wenig ausführlicher sein können. Sie erscheinen nicht immer ganz vollständig. Ein paar Bildchen (mit und ohne Libera) enthält das Booklet zusätzlich.

Das in japanisch gesungene Lied habe ich nun das erste Mal in ganzer Länge hören können. Dass es von einem japanischen Komponisten kommt kann man irgendwie hören. Es ist schön flüssig mit einer durchgehend schönen Melodie, aber ohne spezielle Highlights und an manchen Stellen auch gewöhnungsbedürftig. Welcher der aufgeführten Solisten wann singt, das habe ich noch nicht so richtig herausbekommen. Die Reihenfolge wird wahrscheinlich die im Booklet genannte sein, so dass sich Oliver Watt-Rodriguez und Daniel White die erste Strophe teilen dürften. In der zweiten hört es sich sehr nach Koji an. Die letzte Strophe müsste dann wohl Mathias sein, mit dem Abschluss von Victor. Deswegen wurde wohl sein Nachname nicht erwähnt, weil sein Gesangspart so klein ist. Nur bleibt jetzt die Frage, wo ist Oliver Mycka?.


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Re: "BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon Filiarheni » Montag 12. November 2018, 13:06

Und jetzt auch ein paar verspätete Anmerkungen zu deinem "Beyond"-Review:

mawi hat geschrieben:Ich muss zugeben, dass meine Erwartungen, trotz großer Vorfreude, eher gering waren

Damit warst du nicht allein. Schön, dass wir so angenehm ent-täuscht wurden! :D

mawi hat geschrieben:Um so größer war meine Überraschung, als ich bemerkte, dass diese CD alles andere als ein neuer Aufguss alter Lieder ist. Jedes Lied, auch wenn es mir noch so bekannt erscheint, zieht mich neu in seinen Bann. Jedes Lied erscheint mir neu zu sein, aber wie kann das sein?

Die Erklärung erscheint mir in der Präsentation der Musik zu liegen. Noch nie hatte ich das Gefühl näher an den Stimmen zu sein, die Stimmen natürlicher zu hören, ohne dabei das Gefühl zu bekommen, dass eine Gewisse Nachbearbeitung hätte erfolgen müssen. Es ist keine Live-CD und trotzdem stehen Chor und Solisten bildlich vor einem und auch die verschiedenen Gruppierungen hört man gut heraus.

Ich denke, es liegt auch an der teilweise lediglich klangtechnischen Überarbeitung, der hier und da doch recht deutlichen Bearbeitung und ganz wesentlich an den neuen Solisten, die etwas Eigenes in das Lied mitbringen. Ganz besonders bei Do Not Stand.

mawi hat geschrieben:In Paradisum[/b] war durch das Video bereits vorher bekannt, klingt für mich auf der CD aber gleich noch einmal etwas direkter. Vielleicht, weil die Musik nun unkomprimiert zu hören ist.

Äh ... Nachhilfe bitte für einen Volllaien in Technik. Warum ist die Musik im Video komprimiert, auf der CD aber nicht?

mawi hat geschrieben:Salve Regina [...] Der Soloeinsatz zu Beginn gibt dem Lied noch einmal einen kleinen Kontrast und und lässt das Ende des Liedes logischer erscheinen.

Exakt so empfinde ich es auch.

mawi hat geschrieben:Das Sanctus II (Luminosa) enthält gegen Ende eine gesungene Melodie, die ich zu den schönsten bislang gehörten Melodien zähle. Diese Melodie hat Robert Prizeman nun mit einem Text versehen und an zentraler Stelle im Sanctus eingebaut. Außerdem bildet sie den Abschluss des Liedes.

Richtig. Sie war schon vorhanden, aber sehr verhalten, sodass sie mir nie sonderlich auffiel, zumal sie keinen Text hatte. Für mich handelte es sich nur schmückendes Beiwerk am Schluss. Jetzt ist die Stelle nach vorn geholt worden und spielt eine Hauptrolle. Wie manche Libera-Solisten, die bei bestimmten Liedern mit einem kurzen Schlusssolo angetestet werden und dann größere Aufgaben übertragen bekommen. :mrgreen:
mawi hat geschrieben:Okay, das Lacrymosa ist durchaus etwas gewöhnungsbedürftig [...] durch die von Alex Gula gesungene Solostimme. Beziehungsweise seinen Einsatz, bei dem ich die Worte einfach nicht verstehen.

Hm, das Problem habe ich nicht.

mawi hat geschrieben:Den Abschluss der CD bildet Mother of GodSehr zurückhaltend ist hier das Instrumental, das so verhalten während der Gesangsparts im Hintergrund agiert, dass man das Gefühl bekommt, es gibt keines. Oder ist dieses sogar auch aus Stimmen gebildet? Ich kann es nicht sagen.

Wohl ja.

To the Future

mawi hat geschrieben:Welcher der aufgeführten Solisten wann singt, das habe ich noch nicht so richtig herausbekommen. Die Reihenfolge wird wahrscheinlich die im Booklet genannte sein, so dass sich Oliver Watt-Rodriguez und Daniel White die erste Strophe teilen dürften. In der zweiten hört es sich sehr nach Koji an. Die letzte Strophe müsste dann wohl Mathias sein, mit dem Abschluss von Victor. Deswegen wurde wohl sein Nachname nicht erwähnt, weil sein Gesangspart so klein ist. Nur bleibt jetzt die Frage, wo ist Oliver Mycka?

Mathias, Victor und die beiden Olivers singen jedenfalls die mehrsprachigen Stellen, Mathias italienisch, Oliver WR spanisch, Oliver M. polnisch, Victor französisch. Koji ja, die Aussprache ist entsprechend. Oliver M. sollte es bei 2:55 sein, den Schluss singt Oliver WR.
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Re: "BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon mawi » Montag 12. November 2018, 23:12

Filiarheni hat geschrieben:
mawi hat geschrieben:In Paradisum war durch das Video bereits vorher bekannt, klingt für mich auf der CD aber gleich noch einmal etwas direkter. Vielleicht, weil die Musik nun unkomprimiert zu hören ist.

Äh ... Nachhilfe bitte für einen Volllaien in Technik. Warum ist die Musik im Video komprimiert, auf der CD aber nicht?


Das hängt einfach mit den Dateigrößen zusammen. Das Video hat bei mir ca. 80 MB, wobei das eigentliche Video die größere Datenmenge benötigt. Die Audiodaten sind sozusagen komprimiert als MP3-Datei integriert. Das dürften dann vielleicht 4-5 MB sein. Auf der CD liegt die Audiodatei mit 35 MB ab, hat also deutlich mehr Informationen. Je nach Ausgabegerät kann man diese Unterschiede wahrnehmen.

Filiarheni hat geschrieben:
mawi hat geschrieben:Okay, das Lacrymosa ist durchaus etwas gewöhnungsbedürftig [...] durch die von Alex Gula gesungene Solostimme. Beziehungsweise seinen Einsatz, bei dem ich die Worte einfach nicht verstehen.

Hm, das Problem habe ich nicht.


Prima, dann kannst Du mir ja verraten, mit welchen Worten Alex anfängt.

Filiarheni hat geschrieben:To the Future
mawi hat geschrieben:Welcher der aufgeführten Solisten wann singt, das habe ich noch nicht so richtig herausbekommen. Die Reihenfolge wird wahrscheinlich die im Booklet genannte sein, so dass sich Oliver Watt-Rodriguez und Daniel White die erste Strophe teilen dürften. In der zweiten hört es sich sehr nach Koji an. Die letzte Strophe müsste dann wohl Mathias sein, mit dem Abschluss von Victor. Deswegen wurde wohl sein Nachname nicht erwähnt, weil sein Gesangspart so klein ist. Nur bleibt jetzt die Frage, wo ist Oliver Mycka?

Mathias, Victor und die beiden Olivers singen jedenfalls die mehrsprachigen Stellen, Mathias italienisch, Oliver WR spanisch, Oliver M. polnisch, Victor französisch. Koji ja, die Aussprache ist entsprechend. Oliver M. sollte es bei 2:55 sein, den Schluss singt Oliver WR.


Hmm, hast Du eine andere Version des Liedes? :?
Bei mir ist das Lied nur in japanisch mit einer englischen Zeile.
Das kurze Ankündigungsvideo zu dem Lied (eigentlich für das Album Beyond) verrät, dass Oliver Watt-Rodriguez die erste Solostimme ist, Daniel White die zweite. Den Rest werden wir sicherlich erfahren, wenn auch dieses Video in voller Länge veröffentlicht wurde. (was hoffentlich auch passiert).

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Re: "BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon Filiarheni » Dienstag 13. November 2018, 14:29

mawi hat geschrieben:
Filiarheni hat geschrieben:
mawi hat geschrieben:Okay, das Lacrymosa ist durchaus etwas gewöhnungsbedürftig [...] durch die von Alex Gula gesungene Solostimme. Beziehungsweise seinen Einsatz, bei dem ich die Worte einfach nicht verstehen.

Hm, das Problem habe ich nicht.


Prima, dann kannst Du mir ja verraten, mit welchen Worten Alex anfängt.


"De morte aeterna libera me"


mawi hat geschrieben:
Filiarheni hat geschrieben:To the Future
mawi hat geschrieben:Welcher der aufgeführten Solisten wann singt, das habe ich noch nicht so richtig herausbekommen. Die Reihenfolge wird wahrscheinlich die im Booklet genannte sein, so dass sich Oliver Watt-Rodriguez und Daniel White die erste Strophe teilen dürften. In der zweiten hört es sich sehr nach Koji an. Die letzte Strophe müsste dann wohl Mathias sein, mit dem Abschluss von Victor. Deswegen wurde wohl sein Nachname nicht erwähnt, weil sein Gesangspart so klein ist. Nur bleibt jetzt die Frage, wo ist Oliver Mycka?

Mathias, Victor und die beiden Olivers singen jedenfalls die mehrsprachigen Stellen, Mathias italienisch, Oliver WR spanisch, Oliver M. polnisch, Victor französisch. Koji ja, die Aussprache ist entsprechend. Oliver M. sollte es bei 2:55 sein, den Schluss singt Oliver WR.


Hmm, hast Du eine andere Version des Liedes? :?
Bei mir ist das Lied nur in japanisch mit einer englischen Zeile.
Das kurze Ankündigungsvideo zu dem Lied (eigentlich für das Album Beyond) verrät, dass Oliver Watt-Rodriguez die erste Solostimme ist, Daniel White die zweite. Den Rest werden wir sicherlich erfahren, wenn auch dieses Video in voller Länge veröffentlicht wurde. (was hoffentlich auch passiert).


Die mehrsprachigen Einwürfe finden zwischen der ersten und der zweiten Strophe statt. "Per il futuro", "para el futuro", "for the future", em ... polnisch, "vers l'avenir" (wow, klingt die letzte Stelle schön!).
Hm, es existiert aber doch nur eine Version. Ich wüsste jedenfalls nichts Gegenteiliges. Kann es vielleicht daran liegen, dass die Texte - außer bei Victor - nicht besonders gut zu verstehen sind? Die Stimmen sind ja in der Tat stark, für meine Begriffe zu stark, in die Begleitung eingelagert.

Ich muss hier noch mal wiederholen, dass ich mich auf Dominik in Brighton freue. Ich sehe ihm gern beim Singen zu, weil er so engagiert ist. Und Oliver WR in dem Video bei 0:41: Vorher so ernst und dann, wenn er es geschafft hat, diese Andeutung eines Lächelns, süß!
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Filiarheni
 
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Re: "BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon mawi » Dienstag 13. November 2018, 19:14

Filiarheni hat geschrieben:"De morte aeterna libera me"


Interessant! Ich verstehe am Anfang nur "Tim te tena" (gut, "libera me" ist klar)
Ich habe es jetzt mal langsamer abgespielt und bekomme dann tatsächlich "De morte terna" zu hören, aber eine Silbe fehlt immer noch. Bislang habe ich es bei Libera noch nicht erlebt, dass zwei Silben in einer gesungen werden. :roll:


Filiarheni hat geschrieben:Die mehrsprachigen Einwürfe finden zwischen der ersten und der zweiten Strophe statt. "Per il futuro", "para el futuro", "for the future", em ... polnisch, "vers l'avenir"


Jetzt habe ich es gefunden, danke :!: :) Ich habe da einfach nicht drauf geachtet. Polnisch kann ich allerdings auch nicht und irgendwie ist Oliver M. dort auch wieder etwas leiser als die anderen.
Ob das allerdings die Solos sind, die für das Lied gemeint sind?
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mawi
 
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