"BEYOND" - neue CD (2018)

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"BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon mawi » Samstag 26. Mai 2018, 07:06

Im Rahmen des Konzertes in Ely wurd bekanntgegeben, dass in Kürze mit einer neuen LIBERA-CD zu rechnen ist. Titel: BEYOND
Eine entsprechende Vorankündigung wurde ebenso im Programmheft abgedruckt.

Ein paar Lieder wurden beim Konzert bereits präsentiert, womit die Spannung gleich vergrößert wurde.

Demnach dürften schon einmal die folgenden Lieder darauf zu finden sein:
In Paradisum (neues Lied mit altem Titel)
Voca Me (neue Variante)
Sanctus (neue Variante)
Ave Maria (Prizeman, neue Variante)

Jetzt dürfen wir erst einmal gespannt sein, wann wir mit der Veröffentlichung rechnen können und in welchen Varianten sie erscheinen wird (Japan, Europa, CD, Vinyl...)
Ich freu mich drauf! :D
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Re: "BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon mawi » Montag 6. August 2018, 22:27

Die neue CD BEYOND ist inzwischen offiziell gelistet und bereits mit Songangaben versehen. Nach den bislang gefundenen Informationen wird es zwei verschiedene Ausführungen geben. Eine für den "internationalen Markt" und eine Variante für den "japanischen Markt". Diese enthält zusätzlich eine DVD.

libera_cd_beyond_2018.jpg
libera_cd_beyond_2018.jpg (46.91 KiB) 1092-mal betrachtet


Das Cover gehört zu der internationalen Ausgabe, wie sie bei Amazon.de und Amazon.co.uk gelistet ist.
Hier die Links:

https://www.amazon.co.uk/Beyond-Libera/dp/B07G1XX2MV/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1533588612&sr=8-1&keywords=libera+beyond
https://www.amazon.de/Beyond-Libera/dp/B07G5Z56VS/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1533589597&sr=8-1&keywords=libera+beyond

Die japanische Ausgabe wird voraussichtlich ein anderes Cover haben. Hier sind aber noch keine weiteren Informationen verfügbar.

https://www.amazon.co.jp/beyond-DVD%E4%BB%98-%E3%83%AA%E3%83%99%E3%83%A9/dp/B07FQ3Q5ZB/ref=sr_1_1?s=music&ie=UTF8&qid=1533589162&sr=1-1&keywords=libera+Beyond


Schaut man sich die Angaben zu den Songs an, dann bekommt man das Gefühl, dass es sich um ein "Best of-Album" handelt.
Denn es ist kein einziges neues Lied aufgeführt. Aber seit dem Konzert im Frühjahr wissen wir ja, dass das nur so scheint.

Tatsächlich sind fast alle Lieder bereits bekannt, aber bei fast allen handelt es sich dann auch um Neuaufnahmen und Neuinterpretationen.
Bei Amazon kann man bereits 30 Sekunden in die Lieder reinhören und das steigert die Spannung schon wieder.

LIBERA - BEYOND

1. Ave Maria (Caccini) - Neuaufnahme, Solist ???
2. In Paradisum - Neues Lied, Solist Rocco
3. Salve Regina - Neuaufnahme, diesmal mit Solisten - vermutlich Rocco
4. Sanctus - Neue Interpretation mit Melodie aus Sanctus II
5. Ave Maria (Prizeman) - Solist: Merlin?
6. Lacymosa - Neuaufnahme
7. Voca Me - Neue Interpretation
8. The Prayer - erstmalige Studioaufnahme, Solist: ???
9. Do not Stand at my grave and weep - Neuaufnahme
10. Benedictus Deus (vermutlich bekannte Version)
11. Mother of God - Neuaufnahme

Nach den Angabe soll das Album am 11./12. Oktober 2018 erscheinen.
Die japanische Ausgabe ist für den 17. Oktober 2018 angekündigt.

Nach den ersten Hörproben kann ich es wieder einmal kaum erwarten die neue CD in den Händen zu halten.
Dabei meine aber in erster Linie die damit verbundenen Möglichkeit, die Lieder in voller Länge und in voller Qualität genießen zu können.
Dateianhänge
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Re: "BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon Filiarheni » Sonntag 12. August 2018, 19:04

Danke, mawi, für die umfangreichen Infos und Links! :)

mawi hat geschrieben:Bei Amazon kann man bereits 30 Sekunden in die Lieder reinhören und das steigert die Spannung schon wieder.

Wer iTunes hat, ist gut bedient, denn hier findet man mit je 1:30 Minuten die 3-fache Länge an Schnipseln, was vor allem für die Beurteilung von Benedictus Deus entscheidend ist. :lol:


mawi hat geschrieben:Tatsächlich sind fast alle Lieder bereits bekannt, aber bei fast allen handelt es sich dann auch um Neuaufnahmen und Neuinterpretationen.

LIBERA - BEYOND

1. Ave Maria (Caccini) - Neuaufnahme, Solist ???
2. In Paradisum - Neues Lied, Solist Rocco
3. Salve Regina - Neuaufnahme, diesmal mit Solisten - vermutlich Rocco
4. Sanctus - Neue Interpretation mit Melodie aus Sanctus II
5. Ave Maria (Prizeman) - Solist: Merlin?
6. Lacymosa - Neuaufnahme
7. Voca Me - Neue Interpretation
8. The Prayer - erstmalige Studioaufnahme, Solist: ???
9. Do not Stand at my grave and weep - Neuaufnahme
10. Benedictus Deus (vermutlich bekannte Version)
11. Mother of God - Neuaufnahme

Im Solistenraten bin ich schlecht. Nur bei wenigen würde ich behaupten, dass ich sie einwandfrei erkennen kann, und die gehören alle zu früheren Generationen, auch Camden, der ja inzwischen auch den Stimmwechsel hinter sich hat. Aber es gibt schon ein paar Vermutungen. Ich stimme dir zu, dass Salve Regina nach Rocco klingt. Ich wünsche es mir und fände es richtig, nachdem er auf "Hope" damit angefangen hat und ja schließlich noch da ist. Wir hatten ja auch reichlich herumgejammert, dass das Solo dort zu kurz ist, und sind offensichtlich gehört worden. :) Sehr gefühlvoll im Ausdruck, das hört man schon in diesem kurzen Ausschnitt. Ich bin so beeindruckt, dass ich mich nun auf dieses Lied am meisten freue, obwohl es nie zu meinen Topfavoriten zählte, wenn auch schön.

Das Prizeman'sche Ave Maria und The Prayer werden, so klingt es, von den derzeitigen Konzertsolisten Merlin und Daniel gesungen.

Bei dem Ave Maria von Vavilov (Caccini) habe ich keinen Schimmer.

Do Not Stand werden hoffentlich Gabe und Leo sein, also die Solisten des Dezemberkonzerts 2017. Die Hauptstimme klingt durchaus nach Gabe; an ihm ist mir immer sein "silberner" Klang aufgefallen, und den hat dieser Solist auch.

Benedictus Deus täuscht einen erfolgreich in den kürzeren Amazon-Schnipseln, denn tatsächlich hat Libera hier etwas ganz Kurioses gemacht und nur den/die Solisten ausgetauscht und den Rest, so wie er von "Hope" kommt, übernommen (zumindest lt. Schnipsel.)
Ich frage mich die ganze Zeit, warum? Ganz ehrlich - begeistert bin ich davon nicht. "Hope" wird noch nicht einmal anderthalb Jahre alt sein, wenn "Beyond" erscheint. Das ist mir zu früh, um den Solisten zu erneuern. Thomas Delgado-Little hatte m. E. nicht lange genug etwas davon, und der neue Solist muss sich einen Vergleich gefallen lassen, der unweigerlich stattfinden wird, und das nach einer solchen Vorlage! Irgendwie tun mir beide leid. Ich kann mir im Moment auch nicht vorstellen, dass damit eine Live-Aufführung vorbereitet werden soll, denn wie gesagt: Den Chor haben sie nicht neu aufgenommen, und der Chorpart in dem Stück ist auch eine Herausforderung.

Mother of God ist ebenfalls keine Neuaufnahme, sondern die alte von 2008, allerdings im Sound verfeinert. Wenn hier außerhalb des verfügbaren Schnipsels nicht noch etwas ganz Neues kommt - z. B. dass Libera hier noch ein Solo oder was immer hineingeschmuggelt hat -, dann ist auch hier die Frage, warum sie ein altes Lied so übernommen haben. Aber vielleicht ging es ja um die musikalische Bandbreite auf einer CD, die "Beyond" heißt. "Jenseits" irgendeiner Festlegung auf einen bestimmten musikalischen Stil bei Libera, und da gehörte a cappella dazu. An einem A-cappella-Stück gibt es nicht viel zu verändern, also konnten sie sich hier eine Neuaufnahme sparen.
Natürlich können die Gründe ganz woanders liegen. Ich spekuliere nur.

Nearer My God to Thee hat es nicht auf die CD geschafft, damit haben sie möglicherweise etwas anderes vor. Es wurde bei mehreren, wenn nicht allen US-Konzerten gefilmt. Vielleicht bekommen wir also ein Video davon? Oder ... könnte es sogar auf die DVD kommen? Wäre dazu überhaupt noch Zeit?

mawi hat geschrieben:Nach den ersten Hörproben kann ich es wieder einmal kaum erwarten die neue CD in den Händen zu halten.
Dabei meine aber in erster Linie die damit verbundenen Möglichkeit, die Lieder in voller Länge und in voller Qualität genießen zu können.

Das unterschreibe ich vollständig.
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Re: "BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon mawi » Mittwoch 19. September 2018, 21:18

Zu der japanischen Ausgabe gibt es nun auch weitere Informationen.
Sie enthält ein zusätzliches Lied, das den Zusatz "for the future" enthält.

Auf der DVD sind zwei Videos enthalten. :D :( :D :( :D
Natürlich das bereits bekannte "In Paradisum" und das bereits angekündigte zu "Lacrymosa"

Und natürlich gibt es in Japan auch ein anders Cover.

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Re: "BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon Filiarheni » Mittwoch 19. September 2018, 21:44

Und seit Samstag gibt es ein Ankündigunsvideo:

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Re: "BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon Filiarheni » Dienstag 9. Oktober 2018, 19:41

Libera hat gestern wie folgt getwittert:
"We’re pleased and honoured to say that ‘Beyond’ is going to be the Classic FM 'Drive Discovery' this week.
Presenter John Brunning will feature a track from it every day from today at around 6.15pm.
‘Beyond’ is released on 12th October and is available from all good record shops!"


Bei uns also 19:15. Gestern war es Salve Regina, heute In Paradisum.

Möglicherweise muss man sich erst mal mit irgendeinem UK-Postcode Zutritt verschaffen. Ansonsten http://www.classicfm.com - Listen - Listen again - ClassicFM Drive with John Brunning - dann den Tag auswählen.

Dies ist der direkte Link zur gestrigen Sendung mit Salve Regina samt Anmoderation ab ca. 1:13:40:
https://www.classicfm.com/radio/aod/?ep ... be4053a4f6

Und hier der Link von heute, In Paradisum ab 1:16:19:
https://www.classicfm.com/radio/aod/?ep ... 7655854251

Was kommt morgen? :mrgreen:

Zu Salve Regina: Nur das erste Solo ist neu ...
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Re: "BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon Filiarheni » Mittwoch 10. Oktober 2018, 23:24

Heute war, entgegen all meinen Erwartungen, [b]Lacrymosa [/b]an der Reihe, bei 1:14:10 nach der Moderation zu finden.

https://www.classicfm.com/radio/aod/?ep ... 75a2beb405

Nachdem mit Salve Regina schon ein ursprünglich instrumentales klassisches Stück gespielt worden war, habe ich mit Lacrymosa nicht mehr gerechnet. Ich dachte, es würde ein breiteres stilistisches Feld abgedeckt. Aber ok, Klassiksender. :lol: Lacrymosa erschien auch keineswegs unter eben diesem Namen, sondern hieß brav "Carnival of the Animals (7)". Entsprechend war Salve Regina als "Impromptu Gb major D. 899 No. 3 Opus 90" aufgeführt.

Für Lacrymosa wurden in der Playlist auch die Solisten verraten, Alex G. und Leo, ebenso für In Paradisum, nicht jedoch für Salve Regina. Da stand schlicht "Libera". :P

Am Samstag, 6. Oktober, wurde in einer anderen Sendung auf ClassicFM Liberas Mother of God gespielt, was nicht so spektakulär ist, weil es nicht neu ist, aber es wird in der Playlist mit dem "Beyond"-Cover gezeigt, und die Moderatorin kündigte die CD auch an.

https://www.classicfm.com/radio/aod/?ep ... 2b30b70d43
Siehe 2:45:57.
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Re: "BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon Filiarheni » Freitag 12. Oktober 2018, 14:32

Gestern war Ave Maria (Vavilov) an der Reihe. Hier, bei 1:11:18:

https://www.classicfm.com/radio/aod/?ep ... 55f2d614fb

Der Solist - Gabe!

Und heute ist Release. Jetzt bin ich schwer gespannt, in wie viel Monaten die Japan-CD hier ist. :lol: :roll: ;)
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Re: "BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon Filiarheni » Samstag 13. Oktober 2018, 21:38

Die internationale Ausgabe ist heute angekommen. Kein Leiden ohne Ende wie bei "Hope"! :D
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Re: "BEYOND" - neue CD (2018)

Beitragvon mawi » Donnerstag 25. Oktober 2018, 22:00

BEYOND

Als ich nach meiner Rückkehr aus London die Wohnungstür öffnen wollte stand da ein kleines Päckchen vor der Tür. Inhalt unter Anderem: BEYOND!
Im Prinzip zu spät, da ich mir die CD natürlich in London bereits direkt beim Anbieter gekauft hatte. Aber bislang wusste ich nicht, was nun wirklich drauf ist.

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Beyond_DSCF1441_1000.jpg (160.35 KiB) 247-mal betrachtet



Ich muss zugeben, dass meine Erwartungen, trotz großer Vorfreude, eher gering waren. Ich weiss, das klingt merkwürdig, kann ich aber erklären.

Alle Lieder, außer In Paradisum, wurden schon auf anderen CDs veröffentlicht. Gut, sie wurden noch einmal neu aufgenommen und teilweise etwas oder auch umfangreicher verändert. Das einzig wirklich neue Lied wurde bereits zuvor in Form des Videos veröffentlicht und andere neue Variationen bekannter Lieder wurden auf schon live vorgetragen. Dazu kommen zwei Lieder, die gerade erst auf dem Album Hope zu hören waren, nun noch einmal aufgewärmt. Und natürlich hatte ich auch schon bei itunes reingehört. Ich freute mich nun also darauf, diese Lieder in einem Stück hören zu können, in Studioqualität, aber ohne große Erwartungen.

Um so größer war meine Überraschung, als ich bemerkte, dass diese CD alles andere als ein neuer Aufguss alter Lieder ist. Jedes Lied, auch wenn es mir noch so bekannt erscheint, zieht mich neu in seinen Bann. Jedes Lied erscheint mir neu zu sein, aber wie kann das sein?

Die Erklärung erscheint mir in der Präsentation der Musik zu liegen. Noch nie hatte ich das Gefühl näher an den Stimmen zu sein, die Stimmen natürlicher zu hören, ohne dabei das Gefühl zu bekommen, dass eine Gewisse Nachbearbeitung hätte erfolgen müssen. Es ist keine Live-CD und trotzdem stehen Chor und Solisten bildlich vor einem und auch die verschiedenen Gruppierungen hört man gut heraus.

Die CD beginnt mit Caccinis Ave Maria, welches auf Luminosa und New Dawn bereits zwei Mal veröffentlicht wurde. Gabriel Collins als Solist war eine sehr gute Wahl. Seine Stimme ist schon etwas tiefer, schafft aber immer noch die höchste Tonhöhen.

In Paradisum war durch das Video bereits vorher bekannt, klingt für mich auf der CD aber gleich noch einmal etwas direkter. Vielleicht, weil die Musik nun unkomprimiert zu hören ist. Die teilweise schon extremen Höhen in Roccos Gesang wirken nie störend und harmonisieren wunderbar mit dem Instrumental. Bei den intensiveren Stellen sind die Übergänge überraschenderweise weicher, als ich sie im Video wahrgenommen habe.

Salve Regina ist von Hope übernommen, wird in der Anfangsstrophe nun jedoch von Rocco gesungen, anstatt vom ganzen Chor. Dieser kommt dann ab der zweiten Strophe zum Einsatz. Der Soloeinsatz zu Beginn gibt dem Lied noch einmal einen kleinen Kontrast und und lässt das Ende des Liedes logischer erscheinen.

Der Beginn des Sanctus ist bei den meisten Versionen eine kritische Stelle. Wer es nicht kennt ist leicht geneigt den Lautstärkeregler etwas runterzudrehen. Dies sollte man jedoch nicht tun, denn danach wird es einfach nur schön. Der Aufbau des Liedes ist anders als in vorangegangenen Versionen, auch wenn alle einzelnen Elemente bereits in irgendeiner Form bekannte waren. Außer, dass nun eine Melodie in Worte gefasst wurde. Das Sanctus II (Luminosa) enthält gegen Ende eine gesungene Melodie, die ich zu den schönsten bislang gehörten Melodien zähle. Diese Melodie hat Robert Prizeman nun mit einem Text versehen und an zentraler Stelle im Sanctus eingebaut. Außerdem bildet sie den Abschluss des Liedes.

Das Ave Maria von Robert Prizeman beginnt bereits mit einer unheimlich harmonischen instrumentalen Einleitung. Bereits nach den ersten Tönen ist klar, hier erklingt ein Meisterwerk. Merlin Brouwer als Solist dürfte so ziemlich eine perfekte Besetzung sein. Auch wenn in den höheren Tonlagen die Stabilität der Töne nicht hundertprozentig gegeben ist. Mit Einsatz des Chores gleitet das Ave Maria dann sanft dahin.

Okay, das Lacrymosa ist durchaus etwas gewöhnungsbedürftig. Nicht unbedingt durch die von Leo Barron gesungene Melodie, als der Chor mit dem Gesang einsetzt, sondern durch die von Alex Gula gesungene Solostimme. Beziehungsweise seinen Einsatz, bei dem ich die Worte einfach nicht verstehen. Denn seine leicht mystisch angehauchte Stimme passt ansonsten sehr gut zu diesem Lied. Wie auch in vorangegangenen Versionen ist Lacrymosa ein Verwirrspiel an Klängen, die aber am Ende im richtigen Moment zu einer abschließenden Einheit zusammenfinden.

Voca Me, der Klassiker in neuem Gewand. An manchen Stellen im Lied bin ich plötzlich überrascht, dass es anders weitergeht, als ich es gewohnt bin. Aber insgesamt auch in dieser Version sehr hörenswert und mit mit dem gewohnten und erwarteten Ende.

Man glaubt beim nächsten Lied nicht unbedingt, dass ein neunjähriger Knirps sich für den Solopart verantwortlich zeigt. Daniel White singt The Prayer, ein Lied, das ich untrennbar mit Isaac London verbinde. Interessanterweise ist der Klang von Daniels Stimme in Teilen recht ähnlich. Aber Daniel verhindert bei den tieferen Noten ein abrutschen der Stimme, so dass es wesentlich sauberer und exakter klingt.

Wieder etwas mystisch wird es bei Do not stand at my grave and weep, gesungen von Gabriel Collins, dessen leicht gedämpfte Stimme wunderbar für dieses Lied geeignet ist.

Leo Barron hat sozusagen Thomas Delgao-Little beerbt. Benedictus Deus gibt es nun in einer Neuauflage mit neuem Solisten, aber ähnlichem Klang. Leo schafft spielend die gleichen Tonhöhen, ist dabei etwas weniger Schrill, scheint aber die Töne auch irgend woanders herzuholen als Thomas.

Den Abschluss der CD bildet Mother of God, ein Lied, das von Anfang bis zum Ende harmonisch zusammen von ganzen Chor gesungen wird. Sehr zurückhaltend ist hier das Instrumental, das so verhalten während der Gesangsparts im Hintergrund agiert, dass man das Gefühl bekommt, es gibt keines. Oder ist dieses sogar auch aus Stimmen gebildet? Ich kann es nicht sagen.

Neben dem Gesang ist bei LIBERA auch immer das echte Instrumental sehr wichtig. Und das passt auf der gesamten CD perfekt. Die Instrumente harmonisieren mit dem Gesang, sind nie zu aufdringlich, sie unterstützen die Stimmen für die perfekte Wirkung. Percussioninstrumente kommen auf der CD nicht zum Einsatz und so hat Beyond eine insgesamt eher beruhigende Gesamtwirkung.

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